Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Re: Re: Glauben (sara)

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Diskussionsbeitrag:

Am 14.07.2007 17:19 schrieb sara:

Hallo… nur schnell bezueglich Wissen/Glauben.

es gibt 2 grundsaetzliche arten, wie man "zu wissen gelangen kann"

1.) direkt - durch eigene erfahrung (wenn du tatsaechlich jemandem gift gibst..) 2.) indirekt - durch andere quellen (du liest/hoerst sagen, dass…)

der entscheidende punkt nun ist, wie glaubwuerdig diese quellen sind. 100% absolute sicherheit gibt es nie, dass das erlangte wissen wirklich wahr ist (nicht einmal in der ersten direkten methode, denke an halluzinationen, optische taeuschungen, etc...), aber es gibt in der wissenschaft klare abstufungen der glaubhaftigkeit solcher quellen: wissen kann erlangt sein durch

1.) mehrfach von unabhaengigen, uneigennuetzigen, renommierten persoenlichkeiten nachvollzogene, gut geplante experimente 2.) einzelne experimente oder neuerkenntnisse von renommierten persoenlichkeiten (die noch auf bestaetigung warten..) 3.) einzelne aussagen von irgendwelchen dubiosen, weniger glaubwuerdigen persoenlichkeiten

diese arten von quellen sind von 1 - 3 immer weniger glaubwuerdig, also muss immer groesse vorsicht geboten werden, bevor deren aussagen als "wahr" akzeptiert und geglaubet werden.

Das gleiche prinzip gilt fuer erkenntnisse in der Geschichte oder den Sozialwissenschaften: Ereignisse, die von mehreren unabhaengigen, unvoreingenommenen quellen aus erster hand bestaetigt werden sind glaubhafter als eine Einzelaussage ueber sich selbst, die einem auch noch einen Vorteil bringen wuerde (das Motiv sollte ergo auch hinterfragt werden - immer)

Also, es gibt einen klaren unterschied, ob man hunderten von ueberpruefbaren wissenschaftlichen publikationen/uebereinstimmenden Lexikonartikeln/Kriminalreportagen ueber KCN "glaubt" und dabei fuer (glaubhafte) gegenbeweise voellig offen bleibt, oder ob man sein 100% unerschuetterliches Vertauen einem Buch gibt, das zu einer Zeit groesster Aberglaeubigkeit verfasst wurde, von mehreren verschiedenen direkt profitierenden Maennern die sich gegenseitig (mindestens 40 Jahre nach den behaupteten ereignissen) abschrieben (also NICHT unabhaengig von einander sind und nicht mal so uebereinstimmen in wichtigen details!), und welches spaeter erst noch durch Kirchenmaenner mit bekannten Motiven canonisiert wurde..

Also ich persoenlich finde es nicht so schwer zu sehen, bei welcher der 2 ueberzeugungen man eher mit einem mitleidigen belaecheln rechnen sollte, zu recht.. ;-) S.

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Re: Re: Re: Re: Re: Glauben (datura)


Am 14.07.2007 17:56 schrieb datura:

es gibt 2 grundsaetzliche arten, wie man "zu wissen gelangen kann"

1.) direkt - durch eigene erfahrung (wenn du tatsaechlich jemandem gift gibst..)
2.) indirekt - durch andere quellen (du liest/hoerst sagen, dass…)
der entscheidende punkt nun ist, wie glaubwuerdig diese quellen sind. 100% absolute sicherheit gibt es nie, dass das erlangte wissen wirklich wahr ist (nicht einmal in der ersten direkten methode, denke an halluzinationen, optische taeuschungen, etc...), aber es gibt in der wissenschaft klare abstufungen der glaubhaftigkeit solcher quellen: wissen kann erlangt sein durch

> 1.) mehrfach von unabhaengigen, uneigennuetzigen, renommierten persoenlichkeiten nachvollzogene, gut geplante experimente

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Re: Re: Re: Re: Re: Glauben (mrw)


Am 15.07.2007 12:41 schrieb mrw:

Danke, Sara, für die Präzisierung.

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Re: Re: Re: Re: Re: Glauben (hans)


Am 28.08.2007 20:32 schrieb hans:

Hallo Sara Danke für deinen schönen Beitrag. Ich will dir eine Frage stellen, kann dir deine Erfahrung sagen was es ist zu lieben. Kann die Erfahrung anderer und seien es hundert Nobelpreisträger dir sagen,wie schön es ist den Sternenhimmel zu betrachten. Kein Wissenschaftler aber natürlich auch kein Heiliges Buch, kann dir sagen, wie schön es ist wenn dir die Sonne auf der Haut kitzelt. Ich für meinen Teil brauche keine Heiligen Schriften, keine Propheten und keine Götter. Ich brauch kein Paradies ,weder im Diesseits noch im Jenseits. Ich denke mir nur, wer glaubt, dass ihm die Wissenschaft oder die Religion sagt wie schön dieser Moment ist und was haben wir mehr,soll ruhig in diesen toten Burgen sein Leben verbringen. Danke

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Re: Re: Re: Re: Re: Glauben (datura)


Am 04.01.2008 14:10 schrieb datura:

Inhaltlich ist nichts daran Auszusetzen.

Die eigentliche Frage ist, ob es nicht doch einen RATIONALEN Grund für den Glauben gibt. Religiöse Menschen haben sich nun einmal in der Evulution durchgesetzt. Meiner Meinung nach muss man, wenn man Gläubig ist, seinen Glauben hiterfragen. Das selbe gilt aber auch für den Nichtglauben. WENN es rationaler ist zu glauben, dann soll man sich nicht davon abhalten lassen. Bisher habe ich keinen rationalen Grund gefunden, und glaube auch nicht das sich das ändern wird.

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