Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Kommentar zu «Überblick über wichtige Begriffe» (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 02.07.2006 22:25 schrieb mrw:

Mein Name ist die Logik schrieb am 30.06.2006 19.03 als Kommentar zu Glossar:

Hah! Welch Ignoranz man schon allein in diesem Text herauslesen kann. Ich gehe jetzt mal vom christlichen aus, ok Atheisten?

Wieso? Es gibt viele Götter, warum gehst Du ausgerechnet vom christlichen aus? Du bist von Deiner Herkunft geprägt, darum bevorzugst Du willkürlich den christlichen Gott vor allen anderen Göttern. Dafür gibt es keine objektive Rechtfertigung!

Zu Punkt 1: Es gibt sowas, dass nennt sich Bibel in ihr steht, Wann, Wo und Wem sich Gott gezeigt hat. Und wenn wir ihn jetzt nicht shen, dann etweder nieweider oder im Himmel. Es gab auch eine Zeit, wo die Menschen mit Gott sprechen konnten und trotzdem gab es Atheisten.

Wenn es einen Gott gäbe, müsste er sich heute zeigen, im Zeitalter der Wissenschaft, nicht im Zeitalter des Aberglaubens. Wer dem glaubt, was unwissende Idioten vor knapp zweitausend Jahren aus alten Schriftstücken willkürlich zusammengesammelt haben, ist dumm.

Ausserdem, warum sollte man ausgerechnet der Bibel glauben? Es gibt noch unzählige andere «heilige» Schriften.

Ausserdem ist die Bibel ein unmoralisches Stück Schundliteratur aus der alleruntersten Schublade. Wenn es einen Gott gibt, und er hat sich in der Bibel offenbart, dann spricht das eindeutig gegen ihn. Für seine Schandtaten, die er in der Bibel gesteht, Völkermord, Kindesmord, Kriegshetzerei, Intoleranz, u.s.w., müsste man ihn millionenfach zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilen, sollte man ihn je erwischen.

Deswegen brach er den Kontakt nach der Sintflut ab, die sich wissenschaftlich wirklich ereignet hat aber nicht in dem Maße, wie es Fundamentalisten beschreiben.

Ach sieh da, die Christen schimpfen andere Christen «Fundies». Jeder Gläubige legt sich sein eigenes Stück Wahrheit so zurecht, wie es ihm gerade in den Kram passt! Irgendeine kleinere oder grössere Überschwemmung wird's schon mal irgendwann gegeben haben, die man als «Sintflut» interpretieren kann. Wie schwach die Beweislage ist, interessiert den Gläubigen dabei ja bekanntlich nicht.

Zu Punkt 2:
Sag mal habt ihr noch nie was von Jesus gehört? Er war übrigens schon vor seiner Geburt auf der Erde der Sohn Gottes. Zudem sollte euch klar sein, dass man eine Tafel mit gekreuzigten Menschen in Jerusalem gefunden hat. Darunter war auch der Name Christus. Und diese Tafel war zur Abwechslung mal keine Fälschung.

Ja ja, die Christen und ihre Pseudobeweise. Selbst wenn ein Typ namens «Christus» gekreuzigt worden wäre, würde das noch lange nicht beweisen, dass das Gottes Sohn gewesen wäre.

Aber noch viel wichtiger: Jesus hat sich angeblich für die Menschheit geopfert — und was hat's uns gebracht? Nichts ausser Leid, Elend und Mord! Kreuzzüge, Ketzer- und Hexenverbrennungen, die Vergewaltigung ganzer Völker!

Das, was die Menschheit wirklich weitergebracht hat, ist die frohe Botschaft des Unglaubens: Die Rückbesinnung auf die Werte der Antike (Renaissance), der Humanimus, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Gott daraus verdrängt, und nicht zuletzt die Wissenschaft und in ihrem Gefolge die Technik. Diesen menschlichen Errungenschaften verdanken wir unser bequemes, sicheres, demokratisches, soziales, modernes Leben. Jede Errungenschaft wurde von den Kirchen ersteinmal bekämpft. Jede unserer Freiheiten haben unsere Vorfahren erkämpft und Christentum und Kirchen abgetrotzt!

Die Religion hat der Menscheit nichts gebracht, ausser Krieg und Verderben!

Zu Punkt 3:
Ihr seid wirklich so naiv. Was ist wohl verrückter als ein Christ, der an einen Gott glaubt, den er noch nie gesehen hat? Natürlich ein Atheist, der glaubt, dass 2 Milliarden Christen, die Absicht hätten an etwas zuglauben an das sie eigentlich nicht zuglauben brauchen.

Siehe das T-Shirt «Scheisse ist gut» mit den Millionen von Fliegen!

Es sind gerade erst 2000 Jahre her, dass er (Jesus) persönlich auf der Erde war und schon kommen wieder Zweifel an seiner Exsistenz.

2000 Jahre ist eine sehr lange Zeit, in der die Menscheit sehr viel weitergekommen ist! Auch ohne Gott, oder gerade ohne Gott!

Jesus hat vor 2000 Jahren versprochen, gleich wieder zu kommen, aber er kam nie mehr1)! Wer 2000 Jahre über mehrere Generationen auf jemanden wartet, der sagt «bin gleich zurück», und immer noch an eine Rückkehr glaubt, gehört in die Klapsmühle.

Außerdem füllt der Christentum die Lücken in der Wissenschaft, die die Wissenschaft auch nie "stopfen" könnte.

Gähn, sind wir wiedereinmal beim «Gott der Lücken»! Noch jede Lücke, die die Wissenschaft bisher gestopft hat, hat die Religion daraus vertrieben!

Immerwieder versuchen Christen zu behaupten, es gäbe Lücken, die prinzipiell nicht stopfbar sind. Das ist erstens falsch und zweitens vermag die Religion gar keine Lücken zu stopfen. Alles was sie kann ist, unbewiesene Behauptungen und Mutmassungen aufzustellen. Die Wissenschaft macht es sich da wesentlich schwieriger, darum ist sie weniger «schnell» bei den Lücken, als die Religion, die die Lücken einfach mit Lügen stopft.

Bei Atheisten bleibt diese Frage für immer offen, was nicht logisch ist aber für Athesiten auch nicht logisch sein muss.

Erstens müssen wir Menschen lernen damit zu leben, dass wir viele Fragen stellen können, aber nicht in der Lage sind, auf jede Frage eine eindeutige Antwort zu geben. Nicht weil es keine solche Antwort geben würde, sondern weil wir Menschen mit unserem Wissen nicht soweit sein können. Die Religiösen weigern sich, ihre Grenzen der Erkenntnis anzuerkennen und erfinden Antworten auf Fragen, die (zumindest zum aktuellen Zeitpunkt) unbeantwortbar sind. Es ist ehrlicher zu sagen, «ich weiss es nicht», als zu sagen «ein Gott muss das gemacht haben»!

Bekannteste sind der Ursprung des Universums und das Ziel der Evolution. Dann stellen sie uns (Christen)meist die Frage, wer denn Gott erschaffen hätte. Dann sagen wir nicht, dass wir es nicht wüssten. Bei Gott handelt es sich nicht um eine ursprungslose Ursache sondern um eine ursprungsendlose Ursache.

Das ist eine dumme Wortklauberei. Genausogut kann ich sagen: «Beim Sein an sich, handelt es sich um eine ursprungsendlose Ursache.» – und schon sind wir wieder gleich weit.

Die Religion erklärt nichts! Sie stellt unbewiesene Behauptungen auf, und liefert Erklärungen, die unnötig kompliziert sind. Wenn es blitzt ist das für die Wissenschaft einfach eine elektrische Entladung. Für die Religion aber steht dahinter eine ganze Götterwelt, deren Göttervater erzürnt ist. Eine überkomplizierte und erst noch falsche Erklärung halt, für einen Sachverhalt, der eine einfache natürliche Ursache hat.

Er [(Gott)] muss somit nicht aus irgendetwas geschaffen worden sein, sondern exsestierte schon immer und exsestiert auch weiterhin.

Warum muss Gott nicht erschaffen worden sein, der Weltraum aber schon? Die Erklärung, dass das Universum, oder vielleicht ein Multiversum, immer existiert hat, und sich von Zeit zu Zeit, vielleicht durch die Kollision mehrer Universen, ein Urknall bildet, woraus dann Welten und manchmal auch Leben entstehen kann, eine solche Erklärung ist mindestens so gut, wenn nicht viel besser, als dieses krampfhafte Herumwinden um die Widersprüche, wenn man einen Gott postuliert. Ausserdem bin ich ehrlich genug zu sagen, dass obiges zwar eine Möglichkeit ist, abe nichts weiter als eine Hypothese, die wahr oder falsch sein kann. Nie im Leben würde ich mein Leben auf so einer vagen Hypothese aufbauen. Die Christen aber tun genau das: Sie bauen ihr Leben auf der vagesten Hypothese auf: Dem Christentum.

Und Darwin ist noch lange kein Grund Atheist zuwerden.

Nicht nur Darwin sondern u.a. auch (um nur einige wenige zu nennen): Galilei, Keppler, Newton, Nietzsche, Mendelejew, Freud, Einstein, Libet, Martin Urban, Deschner, De Duve, …

Und ausserdem liefern auch die Christen viele Gründe, gegen sie zu sein: Die Kreuzzüge, die Hexenverfolgungen, die Ketzerverfolgungen, die Religionskriege, Kindermord in Ägypten, Jesus, die Bibel, Intoleranz, Hass, die Nazis, …

Es gibt genug Gründe, Atheist zu werden. Mehr Atheisten würden der Welt wohl einiges an Konflikten nehmen.

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Re: Kommentar zu «Überblick über wichtige Begriffe» (Emmanuel)


Am 04.07.2006 12:21 schrieb Emmanuel:

Nicht nur Darwin sondern u.a. auch (um nur einige wenige zu nennen): Galilei, Keppler, Newton, Nietzsche, Mendelejew, Freud, Einstein, Libet, Martin Urban, Deschner, De Duve, …


Und ausserdem liefern auch die Christen viele Gründe, gegen sie zu sein: Die Kreuzzüge, die Hexenverfolgungen, die Ketzerverfolgungen, die Religionskriege, Kindermord in Ägypten, Jesus, die Bibel, Intoleranz, Hass, die Nazis, …


Es gibt genug Gründe, Atheist zu werden. Mehr Atheisten würden der Welt wohl einiges an Konflikten nehmen.

Achso! Ja jetzt verstehe ich das. Natürlich! Ich wusste, dass das kommt! Die Kreuzzüge. Genau. Die damaligen Christen wurden vom Papst kontrolliert, der bestimmt nichts mit dem wahren Christentum zutun hatte. Man hat die Bibel ausgenutzt, damit alle auf die herrscher hören sollten. In der Bibel stand davon aber garnichts. Jesus hat uns sogar vor Religionsführern gewarnt und Jesus' Schuld war es bestimmt nicht, dass sich einpaar Atheisten im "Christenkostüm" an der Bibel vergreifen und die Menschen anlügen, betrügen und irgendwelche Ablasszettel erfinden.

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