Atheismus in der Schweiz
Diskussion

fragen zu jesus (rebecca)

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Diskussionsbeitrag:

Am 18.09.2005 22:00 schrieb rebecca:

hallihallo

ich schreibe meine maturarbeit über historische person oder mythos - wer ist jesus

ich würde mich freuen wenn ihr folgende fragen beantworten würdet. da ich keine diskussion brauche, sondern nur antworten, werde keine beitrage dazu schreiben, denn die aufgabe einer maturarbeit ist konsequenz die fragestellung zu bearbeiten.

ganz viu grüessliiiii

Hat Jesus vor 2000 Jahren gelebt?

Gibt es Atheistische Literatur in der nicht angezweifelt wird, daß Jesus gelebt hat?

Es gibt viele ausserchristliche Textsammlungen über Jesus, wieso wird trotzdem angezweifelt, daß Jesus existiert hat?

Welche Bedeutung hat Jesus für die Gründung des Roten Kreuzes?

Kann es nicht auch sein, daß Jesus ein Rabbi, ein guter Lehrer und bewundernswerter Mann war?

Welche Unterschiede bestehen zwischen einem Patienten in einer Nervenklinik, der von sich behauptet, Gott zu sein und Jesus, der dasselbe von sich behauptet?

Wie kann ein christlicher Glaube über 2000 Jahre bestehen, wenn die Evangelien nicht wahrheitsgetreu sind?

Welche Kritik übt der Atheismus an den Evangelien?

Welche Aussagen von Jesus, oder Texte in den Evangelien sind aus der Sicht der Atheisten absurd? Warum?

Warum sind diese Texte für x Millionen glaubhaft?

Wie/Wer kann eine solche Geschichte/Sage/Mythos erfinden?

Was gibt es für Gegenargumente, daß Jesus auferstanden ist?

Kann man Atheist sein und trotzdem Glauben, daß Jesus gelebt hat?

Warum wurden Bücher über Jesus geschrieben?

Historische Person oder Mythos – Wer ist Jesus?

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Re: fragen zu jesus (mrw)


Am 19.09.2005 15:30 schrieb mrw:

Am 2005-09-18 22:00:51 schrieb rebecca:
Hat Jesus vor 2000 Jahren gelebt?

Vielleicht. Aufgrund der Lektüre von Karlheinz Deschner (ein bekannter Theologe, Historiker und Kirchenkritiker), «Karlheinz Deschner, «Der gefälschte Glaube: Eine kritische Betrachtung kirchlicher Lehren und ihrer historischen Hintergründe»», denke ich, dass er eher nicht gelebt hat, sondern in ihm als fiktive Figur mehrere damals bekannte Sagen, Geschichten und Vorstellungen integriert wurden.

Ob jemals eine Person «Jesus» gelebt hat oder nicht ist für Atheisten nicht relevant. Selbst wenn diese Person gelebt hätte, so wären in den Evangelien doch Realität und Fantasie miteinander vermischt. Man beachte: Das älteste Evagelium wurde erst ca. 50 (fünfzig!) Jahre nach dem mutmasslichen Tod von Jesus geschrieben. Zuvor wurde die Geschichte von Mund zu Mund weitergegeben. Jeder weiss, wie sehr sich Geschichten verändern und wie sehr übertrieben und dazuerfunden wird, wenn Geschichten auch nur einige wenige Male von Mund übertragen werden. Diese Geschichte wurde fünfzig Jahre lang von Mund zu Mund weitergegeben, und das zu einer Zeit, wo die Menschen noch viel ungebildeter und viel abergläubischer waren, als sie es heute noch sind. Eine weitere interessante Beobachtung, die Deschner erläutert, ist die, wie sich die Evangelien verändert haben. Vom ältesten bis zum neuen wird immer wieder die gleiche Geschichte erzählt, aber interessanterweise wird die Geschichte nicht jedesmal genau gleich erzählt. Laut Deschner ist als Hauptunterschied folgendes auszumachen: Je neuer die Evangelien werden, desto »wunderbarer« werden die Geschichten.

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Re: fragen zu jesus (mrw)


Am 02.10.2005 16:15 schrieb mrw:

Ich bin zwar sonst dagegen, einfach nur zu zitieren, man soll seine eigenene Ideen in eigenen Worte fassen, aber zufälligerweise habe ich gerade etwas gelesen, was zu Deiner Fragestellung passt (Leben-Jesu-Forschung). Es scheint schon so, dass "Jesus" nur ein Mythos ist (selbst habe ich mich mit dem Thema noch kaum befasst):

Aus "Was die Kirchen verheimlich(t)en." von Peter Fürer, Teil "Kirche", Seite 150 (Das Buch selbst besteht zu ca. 90% aus Zitaten, es ist eine sehr interessante Zitatensammlung):

"Die Kirche lebt praktisch davon, dass die Ergebnisse der wissenchaftlichen Leben-Jesu-Forschung in ihr nicht publik sind." (Conzelmann, Zur Methodik der Leben-Jesu-Forschung, 8, zit. bei Karlheinz Deschner, «Abermals krähte der Hahn: Eine kritische Kirchengeschichte», 124) Mit dieser Feststellung hat Hans Conzelmann schriftlich formuliert, was andere Theologen vorsichtigerweise bloss denken. Sogar jene Bibelkritik, die von der gemässigt fortschrittlichen Theologie akzeptiert ist, wird also dem Kirchenvolk vorenthalten, weil sie dem Glauben nicht zuträglich wäre. Ganz abgesehen vom sorgfältigen Vertuschen und von all dem, was die von ihrer Kirche abhängigen Theologen nicht zugeben können, ohne damit ihre Theologen-Existenz zu gefährden.

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