Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: fragen zu jesus (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 21.09.2005 10:55 schrieb mrw:

Am 2005-09-19 15:30:35 schrieb mrw: >
Am 2005-09-18 22:00:51 schrieb rebecca:
Welche Unterschiede bestehen zwischen einem
Patienten in einer Nervenklinik, der von sich
behauptet, Gott zu sein und Jesus, der dasselbe
von sich behauptet?


Der Unterschied ist, dass Jesus das nie von sich
gesagt hat.

Präzisierung: Jesus hat nie gesagt, dass er »Gott« sei, sehr wohl aber, dass er »Gottes Sohn« sei. Aber bezeichnen die Christen nicht auch »Gott« als ihren »Vater«? »Unser Vater, der Du bist im Himmel…«, beten sie zum Beispiel. Das macht also Jesus zu nichts besonderem…

Hätte er gesagt, er sei Gott, wäre er wohl sofort gesteinigt worden — und katholische Mädchen würden heute einen kleinen Stein um den Hals tragen…

Die Frage könntest Du also so umformulieren: »Welche Unterschiede bestehen zwischen Uriella, die sagt sie sei das Sprachrohr Gottes, und Jesus, der ähnliches von sich behauptet.«

Dann werden die Unterschiede klein. Würde Jesus heute leben, so wäre er ebenso wie Uriella der Anführer einer kleinen Sekte (auch er hatte nur wenige Jünger, weniger als Uriella Anhänger hat), und nicht Begründer einer Weltreligion. Auch Uriella behauptet Wunder zu vollbringen und Kranke zu heilen…

Ich habe aber eine Gegenfrage an Dich:

Wenn Jesus Gottes Sohn und der Menschen Erlöser sein soll (»Erlöser« von was überhaupt?!?), warum anerkennen dann millionen von Juden ihn nicht? Warum betrachten millionen von Moslems ihn nur als einen weiteren Profeten unter vielen?

Und vor allem: Jesus hatte seine rasche Wiederkehr versprochen, statt seiner Wiederkehr kam aber die Terrorherrschaft der christlichen Kirchen. Es wird sogar vermutet, dass das der eigentliche Grund für die verspätete Abfassung der Evangelien (50 Jahre nach Jesi Tod) darin besteht, dass die Menschen seine baldige Wiederkehr erwarteten. Wozu sollte man seine Botschaften aufschreiben, wo er doch nach kurzer Zeit selber wieder da sein würde? Erst als seine Wiederkehr ausblieb, wurde es notwendig, seine Worte der Nachwelt zu erhalten.

Jesus sprach: »16.27 Denn der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun. 16.28 Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich.« Wenn aber einige von den Anwesenden »den Tod nicht schmecken« werden, heisst das, er versprach innerhalb einer Generation zurückzukehren, also innerhalb von sagen wir fünfzig Jahren. — wann wurde nochmals das erste Evangelium in etwa verfasst…? Wie nennen wir jemanden, der falsche Hoffnungen weckt und Versprechen nicht einhält? Ich denke »Betrüger« ist der richtige Ausdruck dafür, oder? Aber die Christen warten lieber noch weitere zweitausend Jahre auf seine längst überfällige Wiederkehr…

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