Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Ihre Homepage und ein paar Fragen (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 26.08.2005 10:50 schrieb mrw:

Am 2005-08-26 10:04:29 schrieb Wicki Albert:
Ich kann Ihnen Gott nicht beweisen, Sie können
aber auch nicht
beweisen, dass es Gott nicht gibt. Capito? Dass
ist nun mal so.

Eine typisch christliche Verdrehung der Beweispflicht! Derjenige, der die Existenz eines Gottes postuliert ist in der Pflicht, diese zu beweisen, nicht umgekehrt.

Dies aus mindestens drei guten Gründen:

1. Es gilt Ockhams Rassiermeser: "Ockhams Rasiermesser ist in der Wissenschaft das Sparsamkeitsprinzip. Es besagt, dass von mehreren Theorien, die den gleichen Sachverhalt erklären, die einfachste die beste ist."1) Die Postulierung von "Gott" erklärt nichts, was ohne dieses Postulat nicht erklärbar wäre. Hingegen führt die Annahme es gäbe einen Gott zu einer Reihe neuer Widersprüche und offener Fragen, die unter der Annahme, dass es keinen Gott gibt, schlicht nicht auftreten.

2. Es ist absolut unmöglich, die Nichtexistenz einer Sache zu beweisen. Hingegen ist es möglich die Existenz einer Sache zu beweisen: In dem man die Sache vorzeigt!

Ein Beispiel dazu: Nur weil noch niemand ein kleines grünes Männchen aus dem Weltraum gesehen hat, beweist das noch lange nicht, dass es keine solchen gibt. Es ist im Gegenteil, absolut unmöglich zu beweisen, dass es keine kleinen grünen Männchen gibt. Andererseits, wenn es kleine grüne Männchen gibt, kann man sie suchen, einfangen und vorzeigen. Damit kann ein Beweis erbracht werden, dass sie existieren. Der Nachweis der Existenz einer Sache kann grundsätzlich direkt oder indirekt erfolgen. (Gleiches gilt nicht nur für kleine grüne Männchen, sondern auch für den Nikolaus, den Osterhasen, Gott, u.s.w)

3. Warum soll ich annehmen, es gäbe einen Gott, aber gleichzeitig stört sich niemand daran, wenn ich sage: "Es gibt keinen Osterhasen (ausser aus Schokolade)!" Warum sollte ich beweisen müssen, dass es keinen Gott gibt, während ich andererseits nicht beweisen muss, dass es keinen Osterhasen gibt?

Wissen Sie. Mit Ihrer atheistischen Haltung haben
Sie möglicherweise
eine unwahre Hypothese zur Basis Ihres Lebens
gemacht. Denken Sie mal darüber nach.

Wissen Sie. Mit Ihrer christlichen Haltung haben Sie möglicherweise eine unwahre Hypothese zur Basis Ihres Lebens gemacht. Denken Sie mal darüber nach.

Das wäre nicht mehr als fair Ihnen & Ihren Lieben
gegenüber.

Was haben "meine Lieben" mit meiner Überzeugung zu tun?!?

(Auch Sie sterben mal, und dann?)

Was dann? Dann bin ich tot, und nun?

Darüber, was nach dem Tod ist, lassen sich naturgemäss keine sicheren Aussagen machen, weil Tote nicht zurückzukehren pflegen. Also ist es vollkommen sinnlos, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was nach dem Tod sein könnte. Wir wissen es nicht und wir können es nicht wissen.

Was, wenn Sie nicht recht haben?

Ja, was? Was, wenn Sie nicht recht haben? In dem unwahrscheinlichen Fall, dass ich nicht recht haben sollte, habe ich halt nicht Recht gehabt, na und?

Wichtig ist, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen darum bemüht habe, mehr von der Wahrheit zu erfahren. Mehr kann ich als einfacher Mensch nicht tun. Aber: Wer denkt kann recht haben; Wer glaubt irrt immer!

Warum sich die Mühe geben, die Zeit zu vergeuden
mit Ihrer Homepage?

Die Suche nach der Wahrheit ist nie vergeudete Zeit.

Probieren Sie es doch einmal mit dem Gespräch
mit Gott. Gehen Sie meinetwegen
auf die Knie und fragen Sie Gott.

Warum sich die Mühe geben, die Zeit zu vergeuden mit beten und Kirchen besuchen?

Wenn es einen Gott gäbe, und er wollte etwas von mir, wäre es seine Pflicht, sich bei mir zu melden. Ich habe keinerlei Hinweise auf eine göttliche Existenz, die den Aufwand rechtfertigen würden, nach einem Gott zu suchen.

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Re: Ihre Homepage und ein paar Fragen (Pegasos)


Am 26.08.2005 11:35 schrieb Pegasos:

Was, wenn Sie nicht recht haben?


Ja, was? Was, wenn Sie nicht recht haben? In dem
unwahrscheinlichen Fall, dass ich nicht recht
haben sollte, habe ich halt nicht Recht gehabt,
na und?

Es ist ja in diesem Fall auch nicht so, dass der gute Albert automatisch Recht hat, wenn du es nicht hast. Wenn die Atheisten unrecht haben, bedeutet das erst einmal nur, dass es überhaupt einen Gott gibt - aber welchen? Es sind im Laufe der Zeit so viele verschiedene Götter mit so vielen verschiedenen Eigenschaften verehrt worden, dass man wirklich nicht davon ausgehen kann, dass automatisch die Christen recht haben. Vielleicht ist es ein ganz anderer Gott, der es scheiße findet, dass die Christen nicht ihn, sondern einen anderen Gott angebetet haben.

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