Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Schnelle Evolution (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 08.07.2005 17:28 schrieb mrw:

Die Evolution ist, wie ich hier sehr häuffig schon darauf hingewiesen habe, weder besonders zufällig, noch extrem langsam.

Nun gibt es im Telepolis einen Artikel, der das bestätigt:

"Schnelle Evolution durch menschliche Eingriffe"

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20473/1.html

Dort steht unter anderem:

"Bis vor einigen Jahren wurden ökologische und evolutionäre Prozesse mehrheitlich in unterschiedlichen Zeitskalen gedacht. In dieser Einteilung spielt sich "evolutionäre Zeit" im Bereich von Hunderten bis Tausenden von Jahren ab, "ökologische" hingegen in Zeiträumen von Jahren oder Dekaden. Jedoch häufen sich zunehmend evolutionsbiologische Befunde darüber, dass sich die Zeitskalen dieser Prozesse in manchen Fragestellungen überschneiden. Ganz besonders auch vor dem Hintergrund eines zunehmend beobachtbaren Klimawandels."

Die Evolution läuft langsam ab, wenn sich die Umweltbedingungen nicht ändern. Ändern sich diese aber, geht es rasant! Im Verlauf der Erdgeschichte haben sich die Umweltbedingungen des öftern radikal verändert (siehe hierzu auch Christian De Duve, »Aus Staub geboren«).

Einige Beispiele:

Wirft man kleine Fische zurück ins Wasser und fängt man nur die grossen, reduziert sich die mittlere Grösse dieser Fische sehr rasch, weil kleinwüchsige länger leben und mehr Kinder produzieren.

Jagt man nur Dickhornschafe mit einem Horn, das eine 360° Drehung ausgebildet hat, reduziert sich die durchschnittliche Hornlänge rasch um 25%.

Bei diesen Effekten geht es um einige dutzend Jahre, nicht um Jahrmillionen. Umso offensichtlicher wird, welche grossen Veränderungen in den milliarden Jahren unserer Erdgeschichte möglich waren! Die Evolution ist als Erklärung der Entstehung des Lebens und der Arten gerade vor diesem Hintergrund umso logischer und schlüssiger.

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Re: Schnelle Evolution (Pegasos)


Am 09.07.2005 09:10 schrieb Pegasos:

Ergänzung: Industriemelanismus

Birkenspanner sind Schmetterlinge, bei deren Normalform Flügel und Körper weiß mit schwarzen Sprenkeln sind, was ihnen eine gute Tarnung verschafft, wenn sie auf einer Birke sitzen. 1848 wurde in Manchester eine dunkle Mutante des Schmetterlings entdeckt. Etwa ab 1850 nahm die Häufigkeit dieser Mutante in den Industriegebieten Englands, Deutschlands und Nordamerikas zu, da die Birken nun vom Ruß der Industrieschornsteine geschwärzt wurden und die hellen Birkenspanner plötzlich nicht mehr getarnt waren - die dunklen hingegen schon. Dieser Umstand hatte dazu geführt, dass nun deutlich mehr helle Schmetterlinge von Fressfeinden erbeutet wurden, die dunklen aber getarnt waren und die Möglichkeit hatten, ihre Gene weiterzugeben. ("Industriemelanismus" wegen des dunklen Farbstoffs Melanin.) Noch 1960 waren um Liverpool herum 90% der Birkenspanner schwarz. 1985 waren hingegen schon wieder 40% der Population hell, da inzwischen die Industrie-Emissionen herabgesetzt worden waren.

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