Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Denkanstoß (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 12.06.2005 20:09 schrieb mrw:

Am 2005-06-12 18:20:09 schrieb Pegasos:
Im Ernst: Derjenige, der etwas behauptet, das an
den normalen Alltagserfahrungen eines Menschen
vorbei geht (und dazu zählt nun einmal auch "Es
gibt einen Gott"), trägt auch die Beweislast.
Sonst könnte jeder herumlaufen und den größten
Müll behaupten, den man dann erst einmal
argumentativ entkräften muss. Für meine
Behauptung müsste ich also erst einmal
Bildmaterial von rosaroten, giftgrün getupften
Schwänen anschleppen und am besten auch noch ein
lebendes Exemplar, das eindeutig nicht angemalt
ist, sonst musst du mir nicht glauben.

Das ist genau der Unterschied von Wissenschaft und Religion: In der Wissenschaft wird erwartet, dass derjenige, der behauptet "Es gibt einen Gott" auch den Beweis dafür liefert. In der Religion hingegen, kann jeder irgendeinen Schwachsinn glauben, recht hat, wer die meisten Idioten findet, die ihm das glauben. Und wenn einer einen Beweis verlangt, tut der religiöse Mensch unglaublich beleidigt, weil man seinen Schmus zu glauben hat, Punkt, sonst wäre es ja gar kein Glaube.

Siehst Du, wie blödsinnig diese Argumentation ist? Verstehst Du nun, warum ich gesagt habe: "Glauben ist immer schlecht, Glauben ist ein ungeeignetes Konzept!"

Mit Glauben kommt man der Wahrheit um keinen Schritt näher. Mit Wissenschaft hingegen tut man das menschenmögliche, um wenigstens einen Teil der Wahrheit zu erfahren, auch wenn menschliche Erkenntnis durchaus Beschränkungen unterliegt. Besser als in der Wissenschaft kann man es nicht machen, um die Wahrheit zu entblättern. Der Glaube meint da nur, er könne schnelle Lösungen bieten, wo es gar keine Lösungen gibt. Jedesmal, wenn es zum Konflikt zwischen Glaube und Wissenschaft kommt, muss der Glaube eine Niederlage einstecken.

Das betreiben von Wissenschaft hingegen kann durchaus auch als eine Form der Religion angesehen werden; nicht weil man etwas glauben muss, sondern weil alles tut, was uns Menschen möglich ist, um Einblick in die grosse Natur zu gewinnen, die uns überall umgibt. Wissenschaft ist der heilige Dienst an der Wahrheit.

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Re: Re: Re: Denkanstoß (Regine)


Am 22.06.2005 20:44 schrieb Regine:

Am 2005-06-12 20:09:09 schrieb mrw: > Wissenschaft

ist der heilige Dienst an der Wahrheit.

Genau so ist es. Man kann mit Gott nichts erklären. Es ist doch so: Ihr Gläubigen projeziert all eure Wünsche und Hoffnung auf einen nicht existierenden Gott und das alles nur, um von der schlechten Welt abzulenken (wahrscheinlich meistens aber eher unbewusst). Anstatt sich darauf zu konzentrieren, sollte man sich lieber um die wirkliche Verbesserung und Erschließung der Welt kümmern,also um die Wissenschaft.Dafür sollte man seine Kräfte einsetzen und nicht irgendwelchen Göttern seine ganze Aufmerksamkeit zu geben und daran seine Kraft zu verschwenden. Ich meine, auf der Welt gibt es vieles, dass im Argen liegt, aber was bringt es, dafür einen Gott anzubetteln.Meiner Meinung nach sind manche Christen einfach nicht stark genug oder einfach zu faul sich selber um die Probleme zu kümmern, ausgenommen natürlich nicht selbstverschuldete Leiden, wie Naturkatastrophen usw. Wobei das eigentlich ein gutes Beispiel ist. Anstatt zu beten, sollte man den Opfern lieber tatkräftig helfen. Das bringt 100%ig mehr.

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