Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Re: Menschenklonung - Deine Meinung? (Pegasos)

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Diskussionsbeitrag:

Am 26.05.2005 16:52 schrieb Pegasos:

Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber ist
es nicht so, dass hier das
Ausgangsmaterial absolut unbelebte Materie (eine
leere Zelle und ein DNA-Strang) ist?

Re: Klugscheiß-Modus]Eine Eizelle ist ein Lebewesen wie jede andere Zelle auch - nur eins mit haploidem (einfachem) Chromosomensatz, das sich in dieser Form weder teilen noch Nahrung aufnehmen kann und somit abstirbt, sobald die Nahrungsreserven im Cytoplasma aufgebraucht sind. Das Entfernen der DNA bedeutet nichts weiter als ein Stopp der Produktion von Proteinen (meist in Form von Enzymen). Der Stoffwechsel kommt dann aber noch nicht zum Stillstand, sondern erst wenn sich der Mangel an Enzymen innerhalb des Stoffwechsels bemerkbar macht, weil kein Nachschub mehr kommt. Die Zelle ist nicht leer, sondern nur kernlos (leer wär' dumm, da das Cytoplasma ja ziemlich dringend gebraucht wird) und betreibt einfach weiterhin Stoffwechsel (lebt also) so lange das geht. Die Enzyme wissen schließlich nicht, dass keine DNA mehr da ist.

Tot ist die Zelle erst, wenn alle für Stoffwechselfunktionen oder Transkription (Ablesen der DNA) bzw. Translation (Übertragen der genetischen Information in Protein) benötigten Enzyme abgebaut worden sind. Und so lange wird man schon nicht warten, schließlich soll die Zelle ja die neue DNA annehmen wie ihre ursprüngliche und fröhlich weiter stoffwechseln. Kann sie das nicht, gibt es keinen Klon. [/Klugscheiß-Modus

Von welchem Klonen genau sprechen wir hier? Geht es einfach nur um reproduktives Klonen (Herstellen eines Menschen, der mit einem anderen genetisch identisch ist, also sozusagen ein jüngerer eineiiger Zwilling) oder embryonale Stammzellenforschung oder therapeutisches Klonen …? (Ich muss sagen, dass ich mir nur unter ersterem etwas vorstellen kann.)

So viel ich weiß, liegt der Prozentsatz der geklonten Lebewesen, die auch nur bis zur Geburt überleben sehr niedrig. Ich gehe davon aus, dass allein schon das Verfahren wie die Spender-DNA in die Zelle eingeführt wird, seinen Anteil daran hat. Der Zellkern wird ja schon recht brutal aus der Zelle gesaugt und dann ein anderer hineingespritzt - dadurch wird das Cytoplasma ziemlich durchgerührt. Und wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Mischungsverhältnis des Cytoplasmas der Eizelle für die späteren Teilungen und die Ausdifferenzierung der Körperzellen von Bedeutung. Das heißt, bei vielen wissen die Zellen einfach nicht, ob sie nun Nerven-, Haut-, Blut-, Leber-, Muskel- oder andere Zellen werden sollen und es entsteht kein lebensfähiger Organismus.

Über die Ethik mache ich mir Gedanken, sobald mir klar ist, um was es eigentlich geht und was da gemacht wird - das ist sonst etwas verfrüht. Wenn's aber Fragen zur Biologie (in diesem Falle vor allem die Genetik) gibt, könnt ihr euch gerne an die klugscheißerische Deutsche wenden, die gerade dabei ist, mit Biologie-Leistungskurs Abitur zu machen (also an mich).

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Re: Re: Re: Menschenklonung - Deine Meinung? (mrw)


Am 27.05.2005 22:57 schrieb mrw:

Am 2005-05-26 16:52:56 schrieb Pegasos:
Re: Klugscheiß-Modus

Nein, Du scheisst ganz richtig klug. Aber eben, das sind halt solche Details, die uns Atheisten nicht wirklich zu kümmern brauchen, weil uns die Frage "Wann kommt die Seele in den Menschen" auch nicht wirklich interessiert - ausser wir können den Christen damit eins auswischen…

So viel ich weiß, liegt der Prozentsatz der
geklonten Lebewesen, die auch nur bis zur Geburt
überleben sehr niedrig.

Das liegt daran, dass sich Gott eben doch nicht zwingen lässt, den Odem einzublasen. Er tut's nur, wenn er Lust dazu hat. Bei so einem blasfemischen Werk stinkt es ihm meist ganz gewaltig.

So, jetzt habe ich für alle Christen eine gute und glaubenskonforme Erklärung für das Klonen geliefert…

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