Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Glauben kulturbedingt? oder doch universell wie die wissenschaft? (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 31.01.2005 15:10 schrieb mrw:

Am 2005-01-28 15:18:03 schrieb ckrulez: >

Es ist also ein
Rückschluss aus Erfahrung. Ich glaube an Gott,
weil ich ihn ERFAHREN habe. (erfahrung und etwas
erfahren sind miteinander verwandt;-)
Falsch. Du hast Erfahrungen gemacht, das ist unbestritten, aber Du projizierst diese auf Dein
kulturelles Umfeld und Deine persönliche (seit dem Kleinkind- alter indoktrinierte) religiöse
Vorstellung! Wärst Du in Indien geboren, hättest Du dieselben Erfahrungen mit den
indischen Göttern gemacht, wärst Du in Tunis geboren, wäre es Allah gewesen. Dein
Glaube ist das Resultat Deines Umfelds!


Von wo willst du das wissen? Ich könnte
Thailänder, Indianer oder was auch immer sein.

Meinst Du? Nein, könntest Du eben nicht.

Das ist eine reine Behauptung

Wirklich?

(du hast zwar recht, meine Eltern waren, sind Christen und
selbstverständlich habe ich einiges mitbekommen.

Quod erat demonstrandum.

Ohne das jemand in entsprechender Umgebung aufwächst, und entsprechend bearbeitet wurde, kommt niemand von sich aus auf so abstruse Ideen, wie sie das Christentum verbreitet.

Aber ich bin nicht wegen dem Christ geworden. Aber
es hat sich im entscheidenden Moment, natürlich
auf meine Entscheidung ausgewirkt.

Meine Rede.

Ich habe während einer meiner zahlreichen dämonischen
Attacken, die ich erlebt habe nicht nach Buddha
oder Cali oder Manitu gerufen. sondern nach
Jesus, weil er im Gegensatz zu den
(eingebildeten) Göttern die Macht hat, Dämonen
zu vertreiben.

Warum "im Gegensatz"? Ich bin sicher, Manitu könnte das auch. Und Buddha war kein Gott. Aber auch in seiner Lehre würdest bestimmt etwas zum Umgang mit Dämonen finden. Aber Du hast da gar nicht gesucht, weil Du indoktriniert bist! Du hast nie, zu keinem Zeitpunkt, alle Religionen aufgelistet, untersucht, und diejenige gewählt, die Dir am richtigsten erschien, sondern Du hast schlicht und einfach dem Christentum den Vorzug gegeben, weil Du das gekannt hast. Du hast Deine Probleme mit christlichen Begriffen versehen ("Dämonen"), und Du hast Deine Probleme in Deine von Deinen Eltern überlieferte christliche Mythologie hinein abgebildet. Und nichts anderes!

(Und es funktionierte auch ;-)

Naürlich. Psychologie erstes Semester…

Vor meiner Bekehrung war ich jähzornig und hatte
mich nie im Griff. Danach war das wie weg.
Natürlich bin noch ab und zu wütend, aber 1.
weniger häufig, weniger intensiv und vor allem
kontrolliert!

Naürlich. Psychologie erstes Semester…

Im übrigen, hab ich mich(offenbar ganz im
Gegensatz zu dir, denn du setzt alle Religionen
auf eine Ebene, alle sind Wahrheit zerstörend)
mit den verschiedenen Theologien auseinander
gesetzt. in jeder Religion gibt es gute Ansätze,
wie man das Leben gut und richtig leben kann. Doch
alle ausser dem Christentum, bleiben eine Theorie
und scheitern bei der praktischen Anwendung.

2000 Jahre Christentum geben ein trauriges Bild gescheiterter Anwendung ab! Du misst die verschiedenen Religionen nicht mit gleichem Massstab!

Ich wage diese Behauptung, weil ich einen Mann
(Klaus) kenne, der sämtliche grosse Religionen
(ausser dem Islam) selber gelebt hat. Re: …

Solche "Bekehrungs-Geschichtchen" erzählen sich die Christen zum gegenseitigen Aufbau und zur gegenseitigen Glaubensbeteuerung andauernd. Sie haben alle entscheidende Mängel. Zum einen lassen sie sich nicht auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersuchen, zum anderen ist ein Einzelschicksal schlicht und einfach irrelevant. Es interessiert mich schlicht und einfach nicht, welches Schicksal Dein Klaus durchmachen musste, und warum er sich wann zu was bekannt hat. Mal ganz abgesehen davon, dass die Geschichte durch und durch unrealistisch tönt, und nach Deiner Beschreibung Dein Klaus Mindestens ein bis zwei Generationen älter sein dürfte, als Du, Du somit ganz sicher nicht "dabei" warst, und seine Geschichte auch nur vom Hörensagen kennen kannst.

Um nochmals auf deinen Anfangskommentar zurück zu
kommen:
Es stimmt, dass unser Umfeld uns beeinflusst. Das
Umfeld der heutigen Welt (und damals auch nicht
mehr) ist aber mehrheitlich materialistisch
(atheistisch) und nicht christlich beeinflusst.

Darum gibt's glücklicherweise auch immer weniger so überzeugte Christen, wie Du. Nichtsdestotrotz ist der Einfluss der Kirchen immer noch viel zu Gross. Und wie Du am Beispiel von Pegasos siehst: Jemand, die nicht von Kindsbeinen an indoktriniert wurde, kann die Christen und ihren absurden Glauben nicht verstehen.

In der Schule wird ET als Tatsache gelehrt, obwohl
man den Ursprung des Seins gar nicht beweisen/
falsifizieren kann, überall wird für

Gähn, das hatten wir doch schon…

Aufgrund der eindeutigen Beweislage ist es richtig, die Evolutionstheorie zu lehren.

Freizügigkeit (Sex, Drogen) gepredigt skandiert.

Unsinn. Ich kenne keine Schule, wo Freizügigkeit von Sex und Drogen skandiert würde! Nur weil man den Schülern zeigt, wie ein Kondom zu gebrauchen ist, propagandiert man deswegen noch lange keinen freizügigen Sex. Und anzunehmen, die Schüler wären alle enthaltsam geblieben, wenn man ihnen das nicht gezeigt hätte, wäre auch reichlich naiv.

In Alltag wird über Gläubige gelästert.

Wundert Dich das, wenn sie so dumme Ideen verbreeiten wollen → Siehe Thema "Missionierung"…

Wenn man das alles betrachtet ist eins klar: wenn
etwas indoktriniert wird, dann das, dass es
keinen Gott gibt, das die Bibel ein märchenbuch
ist und dass falls es doch einen Gott gibt dieser
Menschenhassend ist, den sonst gäbe es ja kein
Leid.

Habe ich noch nie gehört! Sicher nicht in der Schule, und im religionsfreien Elternhaus, wird in der Regel gar nicht über Religion gesprochen. Aber dazu fragst Du am besten Pegasos ;-)

Solchen Einflüssen sind auch Kinder mit
christlichen Eltern ausgesetzt (also ich auch).
Nach deiner Logik müsste ich also auch atheist
(oder höchstens Agnostiker, garantiert kein
Christ) sein, denn die Indoktrinierung wie sie in
der heutigen Zeit durch die Gesellschaft
praktiziert wird, übersteigt das Ausmass der
Indoktrinierung durch christl. Eltern bei weitem!

Nein. Nach meiner Logik wirst Du Dich auf das Christentum stürzen, wenn Du Dich überhaupt für Religion interessierst, und Du wirst dem Christentum den Vorzug geben, weil das das einzige ist, was Dir (neben dem weltlichem Weltbild) als Kind (positiv) vermittelt wurde. Es mag sein, dass Du auch von anderen Religionen gehört hast, vielleicht vom Islam, oder vom Judentum, aber dann ziemlich sicher noch viel abschätziger, als vom Christentum. Du hast weder das Wissen, noch den kulturellen Hintergrund, noch die notwendige Distanz, um Dich fair und gerecht mit allen Religionen auseinanderzusetzen.

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Re: Re: Glauben kulturbedingt? oder doch universell wie die wissenschaft? (Pegasos)


Am 31.01.2005 19:03 schrieb Pegasos:

Ich wage diese Behauptung, weil ich einen Mann
(Klaus) kenne, der sämtliche grosse Religionen
(ausser dem Islam) selber gelebt hat. Re: …


(…)
Es interessiert mich schlicht und einfach nicht,
welches Schicksal Dein Klaus durchmachen
musste, und warum er sich wann zu was bekannt
hat.

Ich kenne auch einen Klaus. Der wurde Atheist, weil er u.a. nicht glauben wollte, dass wir auf der Erde vor all den anderen Planeten, die es in unserem Universum gibt (und das sind viele!) bevorzugt wurden. Genaueres weiß ich über seinen Weg zum Unglauben nicht, obwohl er mein Vater ist. Er redet nicht viel, vor allem nicht über Persönliches.

Und wie Du am Beispiel von Pegasos siehst:

weiterlesen …

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Re: Re: Glauben kulturbedingt? oder doch universell wie die wissenschaft? (ckrulez)


Am 31.01.2005 22:36 schrieb ckrulez:

Warum "im Gegensatz"? Ich bin sicher, Manitu
könnte das auch. Und Buddha war kein Gott. Aber
auch in seiner Lehre würdest bestimmt etwas zum
Umgang mit Dämonen finden. Aber Du hast da gar
nicht gesucht, weil Du indoktriniert bist! Du
hast nie, zu keinem Zeitpunkt, alle Religionen
aufgelistet, untersucht, und diejenige gewählt,
die Dir am richtigsten erschien, sondern Du hast
schlicht und einfach dem Christentum den Vorzug
gegeben, weil Du das gekannt hast. Du hast Deine
Probleme mit christlichen Begriffen versehen
("Dämonen"), und Du hast Deine Probleme in
Deine von Deinen Eltern überlieferte christliche
Mythologie hinein abgebildet. Und nichts anderes!

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