Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Glauben kulturbedingt? oder doch universell wie die wissenschaft? (Pegasos)

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Diskussionsbeitrag:

Am 31.01.2005 19:03 schrieb Pegasos:

Ich wage diese Behauptung, weil ich einen Mann
(Klaus) kenne, der sämtliche grosse Religionen
(ausser dem Islam) selber gelebt hat. Re: …


(…)
Es interessiert mich schlicht und einfach nicht,
welches Schicksal Dein Klaus durchmachen
musste, und warum er sich wann zu was bekannt
hat.

Ich kenne auch einen Klaus. Der wurde Atheist, weil er u.a. nicht glauben wollte, dass wir auf der Erde vor all den anderen Planeten, die es in unserem Universum gibt (und das sind viele!) bevorzugt wurden. Genaueres weiß ich über seinen Weg zum Unglauben nicht, obwohl er mein Vater ist. Er redet nicht viel, vor allem nicht über Persönliches.

Und wie Du am Beispiel von Pegasos siehst:
Jemand, die nicht von Kindsbeinen an indoktriniert
wurde, kann die Christen und ihren absurden
Glauben nicht verstehen.

Das hängt allerdings auch von der Veranlagung ab, denke ich. Ich habe von der Veranlagung her gar kein Bedürfnis nach dem Glauben an Übernatürliches, also fehlt mir jetzt auch nichts. (Meine Eltern scheinen es auch nicht gehabt zu haben sonst wären sie nicht so nachhaltig vom Glauben abgefallen. Ich hab also sowieso schon die passenden Gene.) Hätte ich dieses Bedürfnis, würde ich mich vielleicht einer Religion zuwenden - oder einer Pseudo-Religion wie der Esoterik-Schiene. Ich kann nicht glauben… aber das macht mir auch nichts aus.

In der Schule wird ET als Tatsache gelehrt, obwohl
man den Ursprung des Seins gar nicht beweisen/
falsifizieren kann, überall wird für


Gähn, das hatten wir doch schon…

Aufgrund der eindeutigen Beweislage ist es
richtig, die Evolutionstheorie zu lehren.

Bring ihn nicht auf dumme Ideen, sonst stellt er wieder ellenlange, nichtssagende Wahrscheinlichkeitsberechnungen ein. (Nichtssagend, weil ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, ob diese Zahlen zutreffend sind. Außerdem wirkt es irgendwie… abgeschrieben.)

Freizügigkeit (Sex, Drogen) gepredigt skandiert.


Unsinn. Ich kenne keine Schule, wo Freizügigkeit
von Sex und Drogen skandiert würde! Nur weil man
den Schülern zeigt, wie ein Kondom zu gebrauchen
ist, propagandiert man deswegen noch lange keinen
freizügigen Sex. Und anzunehmen, die Schüler
wären alle enthaltsam geblieben, wenn man ihnen
das nicht gezeigt hätte, wäre auch reichlich
naiv.

Uns Deutschen ist die Freizügigkeit aber laut Artikel 11 GG eindeutig als Grundrecht zugesichert! ;-) (Ich weiß, das ist eine andere, aber das musste jetzt irgendwie sein.)

Sexualaufklärung gehört in den Unterrichtsstoff, da man nicht davon ausgehen kann, dass zuhause korrekt aufgeklärt wird und es gehen so schon viel zu viele Gerüchte über Sex um. Dass die Kinder dann wissen, wie's gemacht wird, heißt noch lange nicht, dass sie es auch machen müssen. Eine Schule, die das propagieren würde, hätte sofort empörte Eltern am Hals.

Mit Drogen ist es wohl ebenso. Sogar noch drastischer. Welche Schule (die ja sozusagen zum Staat gehört) würde den Konsum von (ja wohl meist illegalen) Drogen propagieren. Das wäre hirnrissig. Aufklärung ja - aber doch kein Aufruf, es auch zu machen!

Verdorbene Welt…

Sicher nicht in der
Schule, und im religionsfreien Elternhaus, wird
in der Regel gar nicht über Religion gesprochen.
Aber dazu fragst Du am besten Pegasos ;-)

Ich antworte einfach mal bevor er selbst fragt: In meinem Elternhaus wird eigentlich erst wirklich über Religion geredet seit ich mich damit befasse und diese Gespräche anrege. Mein Vater hat als er noch bei uns wohnte auch nicht viel geredet (eher weniger als jetzt) und meine Mutter hat für sich eigentlich schon längst mit dem Thema Religion abgeschlossen. Mein Bruder und ich wurden nicht antitheistisch, sondern atheistisch erzogen. (Der feine Unterschied.)

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