Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Glauben kontra Wissenschaft? (ckrulez)

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Diskussionsbeitrag:

Am 28.01.2005 11:21 schrieb ckrulez:

(»>) Zitate von mrw
Zitate von mir

Zuerst möchte ich moich nochmals korrigieren und dir recht geben: Glauben basiert nicht auf Erfahrung. Ich habe mich da etwas gar unglücklich ausgedrückt. Glauben ist das Vertauen darauf das etwas stimmt / ein Zustand ist, ohne es / ihn zu beweisen (also wissen) zu können.

Re: …]
Aber Du hast in einem Punkt recht: Das Beispiel ist nicht
so glücklich gewählt. In Wirklichkeit ist der Glaube an
Gott, Bibel, Engelchen, Geister, Einhörner, u.s.w. sehr
viel mehr anders und absurder, (als?) der Ansatz, die
Natur mit Wissenschaft verstehen zu wollen.
Wozu soll man glauben, wenn
man forschen kann…?

Das Problem ist, das man nicht alles mit
"Forschung" herausfinden / beweisen kann

Dumme, unreflektierte Behauptung. Völliger Schwachsinn.
Es gibt nichts, was die Religion "erklärt", aber die
Wissenschaft nicht erforschen kann!

Ich möchte dich bitten deine Sprache einer sachlichen Diskussion an zu passen. Ich fände es nett, wenn du mich nicht als naiven Volltrottel hinstellst, der alles nur nachlabbert und nichts dabei nachdenkt, was er schreibt. Das mache ich bei dir auch nicht! wenn dies so weitergeht vergeht mir die Lust am Diskutieren und das kann ja auch nicht deine Absicht sein. (Denn Diskussionen machen nur richtig Spass, wenn der Gegenüber eine andere Meinung hat, wie man selbst.) Aber lass mich meine Behauptung bitte erläutern

1. Die Naturwissenschaft (also die Wissenschaften, die sich mit den Geschehnissen, etc. beschäftigen) kann mittels den Ihren gegeben mittel und Methoden (beobachtung, von Prozessen, Verahlten von tiere etc.) eben die Natur und ihre Gesetze beobachten und erklären zu versuchen. 2. Der "Glaube" bezieht sich auf übernatürliche Gebiete. Also solche Gebiete, die nicht im Untersuchungsbereich der Naturwissenschaft sind, da sie nicht mit unseren natürlichen Sinnen (sehen, riechen, hören, fühlen, schmecken) wahrnehmbar sind.

  • > zu behaupten, es gäbe keine übernatürliche Welt, da sie mit der Naturwissenschaft nicht nachgewiesen werden kann ist unsinnig. (Bsp. ein Radar blitzt nur die Fahrzeuge, die langsamer als (sagen wir 50km/h) fahren. wenn wir jetzt die Fotos aller Fz. die das Radar geblitzt hat untersuchen, sehen wir nur die, die zu langsam sind. Nach deiner Logik gäbe es demzufolge nur Fz. die max. 50km/h fahren können. Doch eine solche Behauptung ist nicht unsinnig, denn die die zu schnell waren, konnten wir ja nicht fotografieren (es ist mir klar das es in Wirklichkeit ginge, doch das Radar in meinem Beispiel kann es nicht. (es steht für die Wissenschaft mit ihren begrenzten Mittel)). Um herauszufinde, ob es schnellere Fz. gibt müssen wir uns anderen Methoden zuwenden (z.B. mit Stoppuhr messen, wie lange ein Fz. für eine zuvor abgemessene Distanz benötigt).

Glauben und Wissenschaft widersprechen sich offensichtlich nicht, sondern ergänzen sich hervorragend. beide sind vortreffliche Methoden ihre entsprechende Welt (natürlich, übernatürlich) zu untersuchen und beide scheitern kläglich, wenn sie es in der anderen versuchen. (dies wird bei meiner Metapher mit dem Radar und der Stoppuhr nicht wiedergegeben, ich weiss).

Wenn man das ganze betrachtet wie der Philosoph Immanuel Kant, dann ist aber selbst die Naturwissenschaft nicht Wissen sondern Glauben. Er behauptet (und ich stimme ihm darin überein), dass ein Mensch (oder Wesen) nur eines wissen kann: das es ist. Alles andere, was er sieht, riecht, hört, schmeckt und fühlt kann er nicht wissen. Er kann nur glauben, dass ihn seine Sinne nicht täuschen und es wirklich so ist, wie er wahrnimmt.

Die Christen bemühen sich nach wie vor, gewisse Gebiete
aus der Wissenschaft auszuklammern, um ihrem Gott die
letzten Nischen zu erhalten. (Auch darin übt sich C.S.
Lewis fleissig.)

Nach obiger Erläuterung ist dies ja gar nicht nötig.

was aber nicht ausschliesst, dass dieses nicht doch
existiert. z.B. Träume lassen sich nicht
wissenschaftlich nachweisen. Dennoch ist es
meiner Meinung nach klar, dass jeder träumt.

Unsinn. Natürlich lassen sich Träume sowohl nachweisen,
als auch erforschen. Typisch Christen: Einfach mal
Behauptungen in den Raum stellen, die vielleicht einige
beeindrucken mögen, aber nichtsdestotrotz völlig falsch
sind!

Also 1. Wenn ich etwas sage heisst das nicht, dass alle Christen so denken! Hör bitte mit solchen Pauschalisierungen auf. (beziehe mich auf "typisch Christen")

2. Ist deine Antwort eine Behauptung (und jemanden vorwefen, nur mit Behaputungen zu argumentiern und dies sleber mit einer einer Behauptung zu tun ist nun echt lächerlich)

3. Im Gegensatz zu deiner Behauptung jedoch stimmt die Meinige: Denn die "Behauptung", dass man Träume wissenschftlich nicht nachweisen kann stammt nicht von mir, sondern von Wissenschaftler die Träume untersuchen (Traumforscher).

4. Könntest du mal überlegen als immer gleich zu denken: "Aha ein Christ zweifelt die Wissenschaft an, da muss ich gar nicht gross argumentieren, sondern einfach Schubladisieren und die Sache ist gegessen"

  • > ich habe die Wissenschft nicht angezweifelt. Ich habe nur gesagt wo ihre Grenzen sind.

Um klar zu stellen, was die Wissenschaft selber als "wissenschaftlicher" Beweis ansieht, möchte ich dies kurz aufzählen. (solltest du dies nicht gleich sehen ist jede weiter Diskussion überflüssig. Du leugnest dann selber, dass was du als Beweismittel heranziehst…und das wäre dann doch ziemlich hoffnungslos)

1. Es gibt eine Hypothese (bei uns: der Mensch (und manche "höhere" Tiere träumen) 2. Überprüfung der Hypothese durch einen (oder mehrere) Versuch (e), welcher 2.1 OBJEKTIV und 2.2 BELIEBIG WIEDRHOLBAR ist (sind). Erfüllt das Experiment einen der beiden Anfordungen nicht, kann die Hypothese nicht bewiesen, aber auch nicht falsifiziert werden. (übrigens auch der Grund, weshalb man nicht sagen kann: man kann Gott nicht beweisen, also gibt es ihn nicht) KEIN Traum kann als solches Experiment herangezgen werden, da er SUBJEKTIV (nur derder träumt, sieht den Traum) und NICHT WEDERHOLBAR (erst recht nicht beliebig) ist.

Dennoch ist unbestritten, dass jeder Mensch träumt. Wieso? weil es eben jeder schon erlebt hat. (Doch das ist kein wissenschaftlicher Beweis!)

In der Religion taucht einfach irgendein geisteskrankes Hirni auf, sei das nun der Papst,

bliebe doch bitte sachlich (und ganz nebenbei, wenn es tatsächlich Betrüger sind, dann können sie so dumm ja nicht sein; oder?)

Uriella, die Evangelisten, Muhammad oder wer auch immer, und sagt: Die Welt ist so und
so, z.B. es gibt einen Gott und ich bin sein Profet (oder Stellvertreter), und das ist so, weil
ich es so sage oder weil es jemand geschrieben hat, und Du hast das zu glauben und zu
tun, was ich Dir sage, oder Du kommst nicht in den Himmel! Dann schreibt man ein Buch
(sprich Bibel) und die Leute fallen tatsächlich auf den Betrug herein!
In der Wissenschaft hingegen, stellt einer eine Theorie [zuerst eine These auf (wird dafür
zuerst mal von allen Seiten angefeindet) und muss beweisen, dass seine Theorie in
Experimenten standhält. Im Gegensatz zur Religion kann jeder, der die nötige Intelligenz und
das Vorwissen mitbringt, jedes Experiment selber nachvollziehen, unabhängig und weltweit.
Und, ich sage es gern nochmals, die Wissenschaft ist welweit die gleiche, egal in welcher
Kultur sie betrieben wird, die Ergebnisse sind universell austauschbar und weltweit
überprüfbar.

Auch Religionen sind universell und man kann sie ausprobieren. Es ist einfach nicht so handfest wie ein wissenschaftlicher Beweis, das ist unbestritten (erst recht nicht für aussenstehende Personen), dennoch sind sie überprüfbar: z.B. die Theologie/ Philosphie, die dahintersteckt und dessen praktische Umsetzung.

Ganz im Gegensatz dazu steht die Religion, welche nichts weiter ist, als eine kulturelle
Errungenschaft, die absolut nichts mit Wahrheitsfindung zu tun hat! Das Christentum ist
genausowenig wahr oder unwahr, wie man nicht sagen kann, ob das Essen mit Messer und
Gabel oder mit Stäbchen besser ist.

Stimmt das Christentum ist nicht wahr. Das ist genau so eine unsinnige Aussage, wie du es mit den Messer etc. gut umschrieben hast. Aber der christl. Glaube ist wahr. Ausserdem hat Religion ganz sicher mit Wahrheitsfindeung zu tun (einfach nicht mit der natürlichen, sondern der übernatürlichen). Religion kommt vom lateinischen religere, was soviel bedeutet wie „ sich an den Ursprung zurück besinnen“. Also von wo komm ich (komm ich von einem Gott, oder hat mich das Nichts erschaffen. betrachtet man das Wort Religion wort-wörtlich, so wäre also auch der Atheismus eine Religion, einfach ohne Gott ;-)

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Re: Glauben kontra Wissenschaft? (ckrulez)


Am 28.01.2005 11:26 schrieb ckrulez:

sry Schreibfehler:

Nach deiner Logik gäbe es demzufolge nur Fz. die max. 50km/h fahren können. Doch eine solche Behauptung ist (-) unsinnig, denn die die zu schnell waren, konnten wir ja nicht fotografieren

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Re: Glauben kontra Wissenschaft? (mrw)


Am 31.01.2005 14:02 schrieb mrw:

Am 2005-01-28 11:21:37 schrieb ckrulez: > Glauben ist das Vertauen darauf das etwas stimmt /

ein Zustand ist, ohne es / ihn zu beweisen (also
wissen) zu können.

Also gibst Du mir recht! "Glauben" heisst "nicht wissen" (wollen).

Ich möchte dich bitten deine Sprache einer
sachlichen Diskussion an zu passen.

Was mich aber nicht hindert, klar zu sagen, wenn das, was Du behauptest, blanker Unsinn ist. Tut mir leid, aber manchmal, wenn jemand nach typisch christlicher Manier mit Nebelwerfern und Sand-in-die-Augen-streuen operiert, halte ich es für notwendig, das klar zu disqualifizieren.

1. Die Naturwissenschaft kann mittels den Ihren gegeben
mittel und Methoden die Natur und ihre
Gesetze beobachten und erklären zu versuchen.

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