Atheismus in der Schweiz
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Re: Re: Re: Re: Re: Mission regt auf! (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 01.02.2005 11:01 schrieb mrw:

Am 2005-01-31 17:50:25 schrieb ckrulez:
Zur Armut der Entwicklungsländer ist zu sagen,
das vieles auch "Hausgemacht" ist; (ich denke da
an die Unfähigkeit stabile Regierungen
aufzstellen, Korruption) natürlcih hat der
Westen seine Finger im Spiel, aber vieles ist
eben slebst verschuldet.

Schuld daran sind schon die ersten Europäischen Siedler und Missionare! Sie haben Grenzen gezogen, wo vorher keine waren, sie haben Staaten gegründet, wo vorher nur Stämme waren, sie haben Menschen zivilisiert, die auf diese Zivilisation nicht vorbereitet waren, sie haben kulturelle Errungenschaften zerstört und geistige Leere (auch das Christentum) hinterlassen. Mit ihrer Missionierung haben gerade in Afrika die Muslime und die Christen die Bevölkerung in zwei Gruppen unterteilt, die sich heute spinnefeind sind und andauernd bekämpfen.

Schuld sind aber auch die erzkonservativen christlichen Amerikaner, die die Regierungen einsetzen, die ihnen passen, die Menchenrechtsverletzungen nur dann anprangern, wenn sie einer antiamerikanischen Regierung angelastet werden können, die z.B. die massivsten Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien massiv unterstützen.

(was wiederumnicht
heist, dass man ihnen nicht helfen sollte)

Ich denke schon, dass es falsch ist, Entwicklungsarbeit zu leisten in einem Land, dass von einer Diktatur regiert wird. Denn wenn die Entwicklungsarbeit den Bauch sättigt, die Misere lindert und die Zufriedenheit steigert, dann profitiert vor allem der Diktator, der umso fester im Sattel sitzt. Grundsätzlich ist eine Einmischung von aussen in die inneren Angelegenheiten eines Volkes falsch. oft ist es sogar so, dass das Land an sich reich wäre, z.B. an Bodenschätzen, es aber gerade deswegen Krieg gibt und man mit dem Geld Waffen statt Nahrung kauft. In solchen Fällen ist Entwicklungshilfe, insbesondere Lebensmittellieferungen eine schlechte Lösung, die den Konflikt nur noch verlängert und Abhängigkeit schafft. Das Hauptproblem der meisten Kriesenstaaten ist Krieg. Den zu bekämpfen muss erste Priorität sein. Man sollte wenn schon die Randbedingungen verbessern:

  • Friedensinitiativen unterstützen (da ist die Schweiz übrigens vorbildlich)
  • Faire Preise zahlen, Ausbeutung verhindern
  • Den Völkern Zeit zur eigenen Entwicklung lassen
  • Massive (Flug-) Treibstoffzuschläge erheben, um die Globalisierung zu mässigen und lokale Märkte zu stärken
  • Nach dem Sturz eines Diktators: Schulden erlassen
  • Kriegstreibern das Geld entziehen
  • Keine Waffenlieferungen
  • Nicht mit Altkleiderlieferungen lokale Märkte zerstören
  • Nicht mit Lebensmittellieferungen lokale Bauern konkurrieren

Es gäbe viel, was man tun könnte, ohne gleich in das Land einzudringen, und es von innen her zu missionieren! Ohne Druck von aussen kann sich ein Land viel besser entwickeln.

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