Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Religion, vor allem das Christentum, taugt nichts... Re: Re: Re: Religion finde ich nicht so toll [Re: Fuck auf Religion!] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 24.01.2005 10:54 schrieb mrw:

Am 2005-01-22 02:05:27 schrieb ckrulez:
mrw, du bist echt gut im verdrehen, dass muss man
dir lassen;-)

Das ist eigentlich Aufgabe der Christen (und Dein C.S. Lewis ist Meister darin). Aber mal sehen…:

"Ich glaube, es wird regnen", heisst,
"eigentlich weiss ich nicht, wie das Wetter wird,
es könnte aber Regnen"


dem wiedersprche ich: Ich glaube, es wird regnen",
heisst, aufgrund wie sich der himmel präsentiert
wird es regnen, sollte es so ablaufen wie es
gewöhnlich abläuft.

Trotzdem heisst es, dass Ich es nicht weiss. Ein Metereologe, der es besser wissen müsste, würde nämlich in z.B. sagen, die Regenwahrscheinlichkeit ist 80%.

Er sagt das aufgrund seiner Erfahrung und Beobachtung. Ich sage das aufgrund meines Kopfwehs oder der Arthrose meiner Grossmutter.

Aber Du hast in einem Punkt recht: Das Beispiel ist nicht so glücklich gewählt. In Wirklichkeit ist der Glaube an Gott, Bibel, Engelchen, Geister, Einhörner, u.s.w. sehr viel mehr anders und absurder, der Ansatz, die Natur mit Wissenschaft verstehen zu wollen.

In der Religion taucht einfach irgendein geisteskrankes Hirni auf, sei das nun der Papst, Uriella, die Evangelisten, Muhammad oder wer auch immer, und sagt: Die Welt ist so und so, z.B. es gibt einen Gott und ich bin sein Profet (oder Stellvertreter), und das ist so, weil ich es so sage oder weil es jemand geschrieben hat, und Du hast das zu glauben und zu tun, was ich Dir sage, oder Du kommst nicht in den Himmel! Dann schreibt man ein Buch (sprich Bibel) und die Leute fallen tatsächlich auf den Betrug herein!

In der Wissenschaft hingegen, stellt einer eine Theorie auf (wird dafür zuerst mal von allen Seiten angefeindet) und muss beweisen, dass seine Theorie in Experimenten standhält. Im Gegensatz zur Religion kann jeder, der die nötige Intelligenz und das Vorwissen mitbringt, jedes Experiment selber nachvollziehen, unabhängig und weltweit. Und, ich sage es gern nochmals, die Wissenschaft ist welweit die gleiche, egal in welcher Kultur sie betrieben wird, die Ergebnisse sind universell austauschbar und weltweit überprüfbar.

Ganz im Gegensatz dazu steht die Religion, welche nichts weiter ist, als eine kulturelle Errungenschaft, die absolut nichts mit Wahrheitsfindung zu tun hat! Das Christentum ist genausowenig wahr oder unwahr, wie man nicht sagen kann, ob das Essen mit Messer und Gabel oder mit Stäbchen besser ist.

Es ist also ein
Rückschluss aus Erfahrung. Ich glaube an Gott,
weil ich ihn ERFAHREN habe. (erfahrung und etwas
erfahren sind miteineander verwandt;-)

Falsch. Du hast Erfahrungen gemacht, das ist unbestritten, aber Du projizierst diese auf Dein kulturelles Umfeld und Deine persönliche (seit dem Kleinkindalter indoktrinierte) religiöse Vorstellung! Wärst Du in Indien geboren, hättest Du dieselben Erfahrungen mit den indischen Göttern gemacht, wärst Du in Tunis geboren, wäre es Allah gewesen. Dein Glaube ist das Resultat Deines Umfelds!

Wozu soll man glauben, wenn
man forschen kann…?


Das Problem ist, das man nicht alles mit
"Forschung" herausfinden / beweisen kann,

Dumme, unreflektierte Behauptung. Völliger Schwachsinn. Es gibt nichts, was die Religion "erklärt", aber die Wissenschaft nicht erforschen kann!

Die Christen bemühen sich nach wie vor, gewisse Gebiete aus der Wissenschaft auszuklammern, um ihrem Gott die letzten Nischen zu erhalten. (Auch darin übt sich C.S. Lewis fleissig.)

was aber nicht ausschliesst, dass dieses nicht doch
existiert. z.B. Träume lassen sich nicht
wissenschaftlich nachweisen. Dennoch ist es
meiner Meinung nach klar, dass jeder träumt.

Unsinn. Natürlich lassen sich Träume sowohl nachweisen, als auch erforschen. Typisch Christen: Einfach mal Behauptungen in den Raum stellen, die vielleicht einige beeindrucken mögen, aber nichtsdestotrotz völlig falsch sind!

2. Ich würde Gott nicht als lächerlich
bezeichnen, genausowenig wie eine
Jungfrauengeburt.

Ich halte die "Jungfrauengeburt" für die beste Ausrede in der Literaturgeschichte. Und ihr Mann hat's wohl geglaubt, weil er sonst als gehörnter Ehemann dagestanden hätte (mal abgesehen davon, dass die Geschichte wohl ohnehin komplett erfunden ist).

Falls Gott wirklich existiert,
und er alles Leben erschaffen aht (er wäre also
ein 1. Klasse gentechniker) ist es doch für Ihn
kein problem eine Eizelle sozusagen "künstl. zu
Befruchten". Ich seh darin kein Problem.

Ja, gäbe es einen Gott, wäre die Jungfrauengeburt möglich (aber: Welcher Chromosomensatz soll genommen werden? Es gibt keinen Vater, die Mutter ist vermutlich auch nur Leihmutter, aber Gott ist kein Mensch und hat keine menschlichen Gene…).

Darum ist beides lächerlich und nicht nur eines davon…

Was mir sauer aufstösst sind die Bekehrer,
Missionare

Ein Auftrag, den Jesus den Christen gegeben hat,
ist, dass sie das Evangelium Re: …] weitersagen […]
Dieser sog. "Missionsauftrag" ist sehr
zentral im chritsl. Glauben. […

Eben. Und sieh mal, was die Christen damit schon alles angerichtet haben…

Die Anzahl Missionierungstote übersteigt die Anzahl der NS Opfer bei weitem! Trotzdem sind nur die Nazis verboten worden…!

Die freie Meinungs- und Glaubensäusserung ist in
der Bundesverfassung festgehalten. Du darfst dich
natürlich darüber aufregen, nur bringen tuts
nichts.

Falsch, "Glaubens- und Gewissensfreiheit", nicht "freie Meinungs- und Glaubensäusserung" ("Meinungs- und Informationsfreiheit" ist in Artikel 16). Man hat das Recht, zu einer Religionsgemeinschaft zu gehören (oder eben auch nicht), aber nicht das Recht, andere damit vollzulabern, oder gar zwangszubekehren.

Art. 15 Glaubens- und Gewissensfreiheit

1 Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist gewährleistet.

2 Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen.

3 Jede Person hat das Recht, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören und religiösem Unterricht zu folgen.

4 Niemand darf gezwungen werden, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen.

Im übrigen missionierst du ja auch, einfach für
den Atheismus. Also ich sehe darin keinen
Unterschied.

Ich missioniere nicht, ich informiere, und das fast ausschliesslich auf dieser Homepage. Wer hierher kommt, tut das aus freien Stücken. Aber ich gehe sicher nicht klinkenputzen oder pamfletverteilen.

Ich stimme dir zu, dass Bush in seiner Art und
Weise wie er Christsein interpretiert ein
schlechtes Licht auf die Christen wirft. Ich
behaupte 2 Sachen:
1. Er hat nicht begriffen, um was es im GLAUBEN an
Jesus wirklich geht (nämlich Feindesliebe…nicht
Bomben auf Irak;-)

Es ist ja schon erstaunlich, wie die einen Christen den anderen Christen immer wieder vorwerfen, den "wahren Glauben" nicht verstanden zu haben! Das spricht vor allem gegen das Christentum.

Von wegen Feindesliebe, die gilt im Chrstentum höchstens sehr eingeschränkt, wenn überhaupt! "Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals geängt und er ins Meer geworfen würde. Wenn dich aber deine Hand zum Abfall verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht", Markus 9.42-9.43

2. Er missbraucht die RELIGION, um wie im
Mittelalter die Päpste weltliche Politik zu
machen.

Er ist selbst seeehr gläubig und überzeugt von dem was er tut! Wenn er etwas missbraucht, dann kaum mit Absicht! Und ca. die Hälfte der Amerikaner, vor allem die gläubigen Christen, glauben ihm auch!

Nach der Bibel ist Bush folglich gar kein Christ.
Denn nur wenn einer behauptet er sei Christ
sollte man dies an seinen Taten sehen, und dies
ist bei Bush wahrlich nicht der Fall.

"Ich bin ein rechter Christ, alle anderen nicht" typisches christliches und absolut blödsinniges Argument! Jeder meint, er sei selbst der bessere Christ, und alle, die das Christentum anders verständen, lägen falsch. Nur schon darum kann das Christentum gar nicht wahr sein! Gäbe es einen Gott und wäre er die Quelle der Wahrheit, könnte es nicht andauernd zu solchen Konfusionen kommen!

Religion, und insbesondere das Christentum, ist wirklich lächerlich, und ich würde auch gern darüber lachen, wenn es nicht so tragisch und blutig wäre!

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Re: Religion, vor allem das Christentum, taugt nichts... Re: Re: Re: Religion finde ich nicht so toll [ Re: Fuck auf Religion! ] (ckrulez)


Am 24.01.2005 16:25 schrieb ckrulez:

Wenn es ok ist möchte ich die angeschnittenen Themen auslagern, da es um diese richtig zu behandeln denke ich einiges an platz beötigen wird, und es nicht mehr wirklich um die Anfangsfrage geht.

Die Antwort darauf, da sind wir uns denke ich einig, ist das jeder selber entscheiden muss was er glauben soll und was nicht.

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Re: Religion, vor allem das Christentum, taugt nichts... Re: Re: Re: Religion finde ich nicht so toll [ Re: Fuck auf Religion! ] (Pegasos)


Am 24.01.2005 16:28 schrieb Pegasos:

Wozu soll man glauben, wenn
man forschen kann…?


Das Problem ist, das man nicht alles mit
"Forschung" herausfinden / beweisen kann,


Dumme, unreflektierte Behauptung. Völliger
Schwachsinn. Es gibt nichts, was die Religion
"erklärt", aber die Wissenschaft nicht
erforschen kann!

Das stimmt nicht so ganz. Viele Religionen erklären z.B. warum es überhaupt etwas gibt, also die Entstehung des Seins an sich. Darauf hat die Wissenschaft bisher noch keine wirklich befriedigende Antwort gefunden (jedenfalls keine, die jemand außer Steven Hawking versteht). Viele Religion "erklären" das dann einfach mit Gott. Dass sich diese Erklärung bei der Frage danach, wie dann Gott entstanden ist, selbst ein Bein stellt und logisch widersprüchlich ist, tut nichts zur Sache.

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