Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Re: Wieviele Kilometer hat eine Sekunde? (ckrulez)

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Diskussionsbeitrag:

Am 20.09.2004 03:07 schrieb ckrulez:

Re: Redaktioneller Hinweis: Benutze nicht "*" für Formeln, sondern "x", sonst kommt Fettschrift (zwischen zwei Sternchen)…

Weshalb ich glaube, dass die Evolutionstheorie die Existenz vom heutigen Leben auf der Erde nicht erklärt.. 1. Sie widerspricht (indirekt) dem 1. thermodynamischen Gesetz, welches besagt, dass Energie weder erschaffen noch vernichtet werden kann. Das Universum besitzt unbestreitbar Masse. Woher kommt sie, wenn ja nach dem 1. thermodynamischen Gesetz keine Masse entstehen kann? Die Evolutionstheorie scheitert, bevor sie überhaupt zum Tragen kommt. Wie siehts mit der Schöpfungsthese aus? Sie kann vor dem 1. TDG bestehen, denn Gott ist übernatürlich (im wörtlichen Sinn) er steht über den Naturgesetzen. 2. Annahme, das Universum mit unserem Sonnensytem hätte erstehen können, würde dann die Evolutionstheorie das Leben auf der Erde erklären? Die ET besagt, dass aus einer "Ursuppe" aus geeigneten einfachen Molekülen (wie Wasser, Kohlenwasserstoffe etc.) sich im Laufe der Zeit immer komplexere Moleküle wie Aminosäuren, DNA und Lipide gebildet haben und daraus schliesslich erste einfache Einzeller. Das Problem: selbst das einfachste Lebewesen ist so komplex, dass es nicht durch Zufall entstanden sein kann. Weshalb? Ein Lebewesen bildet ein nicht reduzierbares Komplex, d.h. es kann auf keinen Teil, kein Enzym, kein bisschen DNA verzichten, wenn es voll finktionstüchtig (sprich zur Arterhaltung beitragen) sein will. Sämtliche Enzyme, DNA-Moleküle und Lipide mussten aufs mal entstanden sein. Betrachten wir einmal die drei Bestand-Teile einzeln an Enzyme: bestehen aus Aminosäuren, bilden die "Fabriken" einer Zelle, sind zuständig für Stoffwechsel und DNA-Replikation. DNA; Desoxynukleinsäure, Informationsträger, für den Zellaubau, sowie dessen Vermehrung. So komprimiert, dass die Information als Text von 1000 Bücher mit je 1000 seiten (mit Schriftgrösse 12;) in einer Kugel mit dem Durchmesser 0.01mm Platz hat! Lipide; u.a. Notwendig für die Zellmembran: schützt die Zelle vor zerstörerischen Substanzen.

Für die DNA-Replikation (ist notwendig für die Reproduktion von Enzymen (bildet übrigens ein Teufelskreis), sowie der Zelle selbst) werden 75 Enzyme gebraucht, welche im Schnitt aus ca. 100 Aminosäuren. Im Aufbau für Enzyme finden von den zig tausend mögl. lediglich 20 Verwendung!

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine geeignete Konstelation zusammen kommt beträgt (mittels Kombinatorik berechnet):

1 zu 20 ^ (100 x 75) also 1 zu 3.779 x 10 ^ 9700!

(Ich denke, die Zahl 10^9700 übersteigt unser Vorstellungsvermögen: als kleiner Vergleich

Masse Erde: 5.974 x 10^24 kg

Masse Sonne: 1.9891 x 10^30 kg

Anzahl H-Atome auf der Sonne: 1.1974 x 10^54)

Bestünde die Erde nur aus Aminosäuren (ca. 3.27 x 10^49) und man das evolutionistische Alter der Erde von 4.6 Mrd. Jahren nimmt, so müssten sich diese Moleküle 7.9700 x 10^9634 mal pro Sek. neu formieren, bis die Wahrscheinlichkeit 1 beträgt. Dies ist physikalisch und chemisch nicht mögl.

Bei der Aneinanderkettung von DNA-Molekülen entsteht (wie bei den Enzymen) Wasser. Aufgrund des Massenwirkung-Gesetzes, vernichtet dieses Wasser die Verbindungen jedoch bald nach dessen Erstehung. Ausserdem stört das Wasser die Wasserstoffbrücken, welche der DNA die Notwendige Stabilität verleihen. Es können sich weder langen DNA -Stränge bilden, noch komplexe Enzyme entstehen.

  • > aus toter Materie, kann durch Zufall (und bis jetzt auch nicht durch Menschenhand) kein Leben enstehen.

Wiederum wiedersprechen diese chemische und physikalischen Gesetze nicht der Schöpfung durch Gott, da dieser ja wiederum über ihnen steht.

Als 3. und (vorerst?) letztes Argument möchte ich die Mutationen aufführen. Sie werden als einen der Hauptbeweise für die Evultion aufgeführt, sind aber genauer betrachtet einer der besten Beweise gegen die Evolution. Was bringt mich zu einer (zugegebenermassen provokanten) Aussage? Neben dem 1. thermodynamischen Gesetz unterliegt unser Universum auch dem 2. dieses besagt, das die Qualität der Energie abnimmt → die zu verfügung stehende Energie wird irgendwann einmal augebraucht sein: Die "Entropie", das Mass der Unordnung, hat seinen maximalen Wert erreicht. Oder anders ausgedrückt: die Unordnung wächst und kann nur durch Erschaffung von noch mehr Unordnung, wiederhergestellt werden. Das ist genau das Gegenteil was die Evolutionisten von den Mutationen verlangen: dass sie, höhere, komplexere Arten erschaffen: die Ordnung nehme zu. Wir beobachten etwas ganz anderes: Arten sterben aus: alleine im letzten Jh. waren es mehere 10'000 und es werden stetig mehr. Mir ist nicht bekannt, dass eine neue Art (zufällig) entstanden ist

Dieser Sachverhalt deckt sich hervorragend mit dem Christlichen Weltbild, welches von einem perfekten Ausgang ("Paradis") spricht: Als Beispiel: Adam und Eva hatten perfektes Genmaterial: Es war kein Problem, wenn ihre Kinder miteinander Kinder machten, da auch ihr Genmaterial nahezu perfekt gewesen sein musste. Inzest stellte alo kein Problem dar. Es wurde von Gott erst nach der Sinnflut verboten. Wenn die Autoren der Bibel zu jener Zeit auf solche umstände Rücksicht nahmen, mussten sie entweder Wissen in Gentik haben (was auszuschliessen ist) oder es war eben doch Eingebeung von "Oben".

So oder so. Es lassen sich weder das eine noch das andere Weltbild beweisen. (die Evolutionstheorie ist NICHT bewiesen und verdient deswegen die Suufix -theorie gar nicht, aber das nur so nebenbei ; ). Man muss für beides glauben. Ich glaube an einen Gott der das Universum, die Natur und mich erschaffen hat. Atheisten glauben eben einfach, dass dies der Zufall, kombiniert mit viel Zeit erledigt hat. Zu sagen Atheisten, wären keine, nur weil sie glauben ist indes Schwachsinn. Schliesslich meint das Wort, dass man nicht an einen GOTT glaubt und nicht das man NICHT glaubt.

So ich hoffe ich hab für neuen Gesprächsstoff gesorgt.

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Re: Re: Re: Re: Wieviele Kilometer hat eine Sekunde? (Pegasos)


Am 20.09.2004 19:11 schrieb Pegasos:

So ich hoffe ich hab für neuen Gesprächsstoff
gesorgt.

Schön, aber hättest du dafür nicht ein neues Thema aufmachen können, anstatt es in einen ohnehin schon vollen Thread zu stopfen? Re: Anmerkung der Redaktion: erledigt

1. Sie widerspricht (indirekt) dem 1.
thermodynamischen Gesetz, welches besagt, dass
Energie weder erschaffen noch vernichtet werden
kann. Das Universum besitzt unbestreitbar Masse.
Woher kommt sie, wenn ja nach dem 1.
thermodynamischen Gesetz keine Masse entstehen
kann? Die Evolutionstheorie scheitert, bevor sie
überhaupt zum Tragen kommt.

Das zu erklären ist nicht Aufgabe der Evolutionstheorie. Diese beschreibt nicht die Entstehung des Universums, sondern die Entwicklung des Lebens. Das eine fällt in den Bereich der Physik, das andere in den der Biologie. An dieser Stelle ist die Evolutionstheorie noch nicht gescheitert, weil sie erst nach der Entstehung des Universums ansetzt.

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Evolution Re: Re: Wieviele Kilometer hat eine Sekunde? (mrw)


Am 04.10.2004 13:04 schrieb mrw:

Am 2004-09-20 03:07:01 schrieb ckrulez:
Weshalb ich glaube, dass die Evolutionstheorie die
Existenz vom heutigen Leben auf der Erde nicht
erklärt..
1. Sie widerspricht (indirekt) dem 1.
thermodynamischen Gesetz, welches besagt, dass
Energie weder erschaffen noch vernichtet werden
kann.

Gähn. Wieder einmal einer, der Thermodynamik mit Biologie verwechselt. Wenigstens für einmal den ersten und nicht den zweiten. Aber hier geht es Dir nicht um die Evolution, sondern das Thema dieses Arguments ist eigentlich der Urknall. Das hat nichts miteinander zu tun.

Der erste Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass…

  • …entweder dem Universum zum Zeitpunkt des Urknalls Energie (oder Masse) von aussen zugeführt wurde (beispielsweise durch Kollision mit einem paralellen Universum). In diesem Fall muss das System, in dem der erste Hauptsatz angewendet wird über unser Universum hinaus ausgedehnt werden.

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Re: Re: Re: Re: Wieviele Kilometer hat eine Sekunde? (mrw)


Am 08.10.2004 02:06 schrieb mrw:

Am 2004-09-20 03:07:01 schrieb ckrulez: > Wir beobachten etwas ganz anderes: Arten sterben

aus: alleine im letzten Jh. waren es mehere
10'000 und es werden stetig mehr. Mir ist nicht
bekannt, dass eine neue Art (zufällig) entstanden
ist

Mir schon: Als die Saurier lebten, gab es kaum Säugetiere. Obschon mit den Sauriern ein Grossteil der damaligen Fauna ausgestorben ist, haben wir heute eine beeindruckende Artenvielfalt. Erst der Tod der Saurier hat den Säugetieren zum Durchbruch verholfen. Hier sind tausende neuer Arten durch den Zufall entstanden, dass die Saurier ausgestorben sind und Platz für etwas neues geschaffen haben.

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