Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Was bringt die Zukunft? (Pegasos)

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Diskussionsbeitrag:

Am 28.05.2004 19:38 schrieb Pegasos:

Schlicht und ergreifen, ich weiss es nicht. Was
können wir den schon anderes tun, als sie
einfach auf uns zukommen zu lassen, und
vielleicht noch zu versuchen, sie innerhalb
unseres beschränkten Einflussbereiches zu
lenken?

Wie heißt es doch in dem Lied: "Che sera, sera - whatever will be, will be". Man mag von diesem Lied halten, was man will - diese Aussage stimmt. (Oder wie der Kölner sagt: "Et es wie et es." und "Et kütt wie et kütt.")

Ein aktuelles Thema ist sicher, wie die Amerikaner
unter Ausnutzung von Terroranschlägen versuchen
ihre Machtposition und ihren Einfluss zu
stärken, ihre Weltherrschaft zu retten, und
dabei gerade das Gegenteil erreichen.

Bei diesem so genannten Kampf gegen den Terrorismus sind inzwischen wesentlich mehr Unbeteiligte (vorwiegend Iraker und Afghanen) umgekommen als bei allen Anschlägen seit dem 11. September 2001. Und in Guantanamo halten die Amis angebliche Terroristen ohne Prozess fest, die teilweise nur von anderen angeschwärzt wurden. Wenn das keine Menschenrechtsverletzung ist - was dann?

Anderes Thema: Gentechnologie. Hier wird auf
Kosten der Natur Gewinnmaximierung betrieben.
Letztlich geht es nicht darum, wie man die dritte
Welt mit Vitamin A versorgen kann, denn dazu
würde es reichen, statt weissen Reis
Vollkornreis zu essen. Welchen Einfluss
unbedachte Eingriffe in die Natur haben können,
wissen die Australier nur zu genau. Bevor sie
strikte Quarantänen eingeführt hatten, hatten
sie in ihrem geschlossenen �kosystem einige
Katastrofen mit eingeschleppten Arten, die nicht
dorthin gehörten. Bei der Gentechnologie
verschärfen sich die Probleme, die bereits
konventionelle Züchtungsmethoden geschaffen
haben noch um Grössenordnungen.

In Deutschland war dieses Thema vor ein paar Wochen recht aktuell. Die EU hat nun ein Importverbot von genetisch verändertem Mais aufgehoben und es dürfen auf deutschen Feldern genetisch veränderte Nutzpflanzen angebaut werden.

Wenn ich höre, wie man sich über diese so genannte "grüne Gentechnik" aufregt, verliere ich schnell die Geduld. - Die normal gezüchteten Pflanzen der anderen Bauern sollen vor den möglicherweise schädlichen Pollen der GEN-Pflanzen geschützt werden … Über den Sinn oder Unsinn der genetischen Veränderungen an diesen Pflanzen lässt sich natürlich streiten, aber trotz allem ist Gentechnik nicht anderes als Züchtung - nur wesentlich gezielter als es sonst möglich wäre. Das Zeug wird nicht giftig oder schädlich, nur weil es auf diese Weise gezüchtet wurde - es ist schlicht und einfach eine andere Art.

Oder um es mit den Worten von Dieter Nuhr zu sagen: "Ich esse das Zeug - ich paare mich nicht damit. Wenn ich nen Apfel esse, werfe ich doch auch nicht im Herbst die Blätter ab."

Ich weiß nicht, ob man die Gentechnik und das durcheinander gebrachte ökologische Gleichgewicht Australiens wirklich miteinander vergleichen kann. Das Problem dort besteht ja vor allem darin, dass die eingeschleppten Tiere nicht in das australische Ökosystem gehörten und somit keine natürlichen Feinde hatten. Außerdem haben die dortigen Hirten sich genauso verhalten wie ihre europäischen Kollegen im Mittelalter und das größte hundeartige Raubtier, das es dort gab (den Beutelwolf bzw. Tasmanischen Tiger), bekämpft und schließlich ausgerottet (mit zusätzlicher Unterstützung der Dingos, die als "echte" Säugetiere eigentlich auch nicht nach Australien gehören).

Zwar hat der Mensch auch versucht, einige der begangenen Fehler wieder gut zu machen, die Lage damit teilweise aber noch weiter verschlimmert. Aus der Nähe betrachtet ist das ein Zeugnis dafür, wie wenig die Menschen in der Lage sind, die Natur zu verstehen. (Das ist nicht unbedingt unsere Schuld - vielleicht ist es auch ganz einfach unmöglich.)

Andererseits wird
dieser Fortschritt durch den Erfolg von
Esoterikbewegungen und Freikirchen leicht
geschmälert.

Esoterik und Astrologie (ein etwas irreführender Name, wie ich finde) sind mit der größte Unsinn, den ich mir vorstellen kann. Nichts weiter als reiner, unverfälschter Aberglaube.

Pegasos

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Re: Re: Re: Was bringt die Zukunft? (Franz hose)


Am 29.05.2004 17:16 schrieb Franz hose:

Mal nur so am Rande wie alt bist du? Naja ich bin nur zu deiner info Legasteniker und ich habe dagegen etwas unternommen.Mit dem Satz ich kann besser Deutsch als mein Deutschlehrer meinte ich das sprechen der sagt zu Beispiel besser wie , einzigste oder wir gehen nach Meier etc. Außerdem ist sein Außdruck auch nicht das wahre nagut meiner auch nicht immer aber größtenteils. Ich gebe zu das ich auch manchmal grammatilkalische Fehler mach aber die meißten sind Flüchtigkeitsfehler.Nagut und mit der Zeichensetzung hapert es.Ich bitte um Verstänis dafür.Aber nun zum Thema zurück.Auf die Gentechnik wollte ich auch anspielen aber nicht über Pflanzen sondern über Menschen reden.Was meint ihr?Darf man die Evolution austricksen und dafür sorgen das es uns besser geht oder ist dies moralisch nicht vertretbar?

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Gentech Re: Re: Re: Re: Was bringt die Zukunft? (mrw)


Am 30.05.2004 22:08 schrieb mrw:

Am 2004-05-28 19:38:27 schrieb Pegasos: > Aus der Nähe betrachtet ist das ein Zeugnis

dafür, wie wenig die Menschen in der Lage sind,
die Natur zu verstehen.

Eben, genau das meine ich. Darum sollte der Mensch seine gierigen Griffel von der Gentechnik lassen! Ich habe kaum Angst davor, dass die Gentech-Produke giftiger sind, als die pestizidverseuchten "konventionellen" Lebensmittel, aber die Gefahr, dass der Mensch in der Natur irgendeine Dummheit anrichtet, die später kaum noch zu reparieren ist, betrachte ich als sehr gross.

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