Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Re: Re: Was bringt die Zukunft? (Pegasos)

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Diskussionsbeitrag:

Am 30.05.2004 15:53 schrieb Pegasos:

Am Rande: Ich werde in zwei Monaten 18.

Aber nun zum Thema zurück. Auf die
Gentechnik wollte ich auch anspielen aber nicht
über Pflanzen sondern über Menschen reden. Was
meint ihr? Darf man die Evolution austricksen und
dafür sorgen das es uns besser geht oder ist dies
moralisch nicht vertretbar?

Gentechnik ist ein sehr weites Feld - und der Begriff "dass es uns besser geht" eigentlich auch. Wenn es mit Hilfe der Gentechnik gelänge, ganze Organe nachzuzüchten, die der betreffende Mensch dringend braucht, wäre das wunderbar. Das würde jede Organtransplantation vereinfachen, da die Ärzte sicher sein könnten, dass der Körper das neue Organ nicht abstößt - es ist schließlich sein eigenes.

Bei der Forschung dafür mit embryonalen Stammzellen zu arbeiten, ist sicherlich grenzwertig. Zwischen den beiden Keimzellen, die miteinander verschmelzen und dem wirklichen menschlichen Lebewesen ist der Übergang fließend. Man kann eigentlich nicht definieren, was man als Leben betrachtet und was nicht.

Betrachtet man den Zeitpunkt der Befruchtung als den Anfang des Lebens, ist die Einnahme der Anti-Baby-Pille Mord an jeder in der Zwischenzeit befruchteten Eizelle, da diese sich nicht in der Gebärmutter einnisten kann und deshalb abstirbt. Zum Zeitpunkt der Geburt handelt es sich aber zweifellos bereits um ein vollständiges Lebewesen. Ich persönlich kann die Grenze nicht festsetzen.

Angeblich hat man nun auch in der Mundschleimhaut erwachsener Menschen Stammzellen entdeckt. Damit zu arbeiten wäre moralisch sicherlich vertretbar. - Was daraus wird, werden wir sehen.

Klonen ist zwar bereits ein Thema, aber meines Erachtens noch kein ernstzunehmendes Gebiet. Es bedarf hunderter Versuche, bis ein lebensfähiges Individuum herauskommt und bisher war auch keines dieser Tiere wirklich gesund. Ich glaube, dass hat auch etwas damit zu tun, dass das Zellplasma der Eizelle doch schon relativ stark durchgewirbelt wird, wenn man den eigentlichen Zellkern absaugt und einen anderen implantiert. Wahrscheinlich sind es nämlich bestimmte Stoffe im Plasma und deren Verteilung darin, die das Wachstum des Organismus steuern.

Vielleicht gelingt es irgendwann, diese Probleme zu überwinden, vielleicht auch nicht. Bis dahin bleiben eineiige Zwillinge die einzigen perfekten Klone.

Pegasos

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Re: Re: Re: Re: Re: Was bringt die Zukunft? (Franz hose)


Am 30.05.2004 17:54 schrieb Franz hose:

Zum Klonen: Wenn es zu viele gleich sind stoppt dies die Evolution und somit bleibt die Menschheit auf einem Punkt stehen."Ganze Menschen" zu "erschaffen" ist das Ende der Evolution und das Ende der Individuen.Ich halte zwar was von Gentechnick aber nicht vom vollständigen Klonen.

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Re: Re: Re: Re: Re: Was bringt die Zukunft? (mrw)


Am 30.05.2004 22:21 schrieb mrw:

Am 2004-05-30 15:53:55 schrieb Pegasos:
Gentechnik ist ein sehr weites Feld - und der
Begriff "dass es uns besser geht" eigentlich
auch. Wenn es mit Hilfe der Gentechnik gelänge,
ganze Organe nachzuzüchten, die der betreffende
Mensch dringend braucht, wäre das wunderbar.

Wozu braucht man Organe? Zum Teil sicher, um Unfallschäden zu reparieren. Zu einem anderen Teil aber auch, um Geburtsschäden zu korrigieren. Das heisst, Menschen, die aufgrund ihrer Genetik an an sich nicht oder nur beschränkt lebensfähig wären, werden mit allen Mitteln am Leben erhalten. Hätten sie sonst nie das zeugungsfähige Alter erreicht, haben sie nun Kinder und Enkel, im schlimmsten Fall mit dem gleichen Geburtsfehler. Auf diese Art und Weise wird die Evolution auch ausgetrickst. Von daher gesehen ist die moderne Medizin eine sehr zwiespältige Sache. Es besteht die Gefahr, dass der Mensch eines Tages ohne Medizin gar nicht mehr existieren kann, weil er sich seine Krankheiten anzüchtet.

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