Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Ist Logik denn die letzte Wahrheit? (lykas)

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Diskussionsbeitrag:

Am 27.11.2010 23:59 schrieb lykas:

Ich entschuldige mich, dass ich schon wieder auf einen solch alten Beitrag antworte. Aber es ist halt ein Thema, dass mich sehr interessiert.

Am 14.04.2004 19:16 schrieb Pegasos:
IST DIE
LOGIK WIRKLICH DAS UNUMSTÖSSLICHE MASS ALLER
DINGE?!

Nein, ist sie nicht. Es gibt Dinge, die man nicht
mit Logik begründen kann, sondern z.B. die Ethik
zur Rate ziehen muss - und die unterscheidet sich
oft von Kultur zu Kultur.

Also glaube ich auch
nicht an die Logik. Da muss mir erst mal einer
beweisen, dass die wirklich existiert und gültig
ist.

Die Logik ist Grundlage jedes Beweises - ihn
ohne Benutzung der Logik führen zu wollen wäre
schlichtweg Unsinn.
Ein Freund von mir hat mal darüber philosophiert,
dass man sich eigentlich nicht unlogisch
verhalten kann. Alles, was wir sagen oder tun,
geschieht aus irgendeinem Grund - auch wenn
andere oder vielleicht auch wir selbst ihn später
nicht mehr nachvollziehen können. Die Gründe für
unser Handeln sind irgendwo vorhanden, sei es
Planung, Instinkt oder eine bloße Reaktion auf
etwas anderes.
Zu der Frage im Titel: Logik ist nicht die
Wahrheit - sie ist ein Mittel auf der Suche
danach.
Pegasos

Ich habe zwei Bemerkungen zu dieser Diskussion:

1. Mathematische Logik befindet sich zur Zeit (d.h. in letzten ca. 10 Jahren) in einer Art Revolution. Insbesondere Kategorie-Theorie stellt einiges bisher scheinbar unumstössliches auf den Kopf.

2. Ich denke nicht, dass sich die Ethik einer logischen Begründung entzieht. Sehen sie sich doch z.B. mal die moderne Verhaltensbiologie basierend auf Evolutionstheorie an. Es gibt durchaus logische (für das Individuum) Motive sich ethisch zu Verhalten. Oder anders ausgedrückt: hätten sich unsere Vorfahren nicht ethisch verhalten, dann gäbe es uns wahrscheinlich gar nicht (i.e. anthroposophisches Argument). Das "ethische Verhalten" war aber immer auch von den Umständen abhängig und ist also nicht absolut. (Wir haben ja auch unterschiedlichs Recht zu Friedenszeiten und Kriegszeiten. Oder schaut euch doch mal die Behandlung von Kindern in den letzen 150 Jahren an. Einiges was vor 150 Jahren noch akzebtabel war, gilt heute als einige der schlimsten Verbrechen überhaupt. Oder lest doch mal "Jenseits von Gut und Böse" von Nitzsche (gibts gratis im Internet, z.B. "Projekt Gutenberg")).

Lykas

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