Atheismus in der Schweiz
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Re: Re: Re: Re: Qualität der Ethik Re: Re: Re: Was ist Ethik [Re: Re: Ist Logik denn die letzte Wahrheit?] (daniel)

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Diskussionsbeitrag:

Am 20.04.2004 14:20 schrieb daniel:

Wenigstens einer, der mich wahrnimmt. In letzter
Zeit habe ich eher das Gefühl, dass alle anderen
meine Beiträge ignorieren und nur dir antworten.
Das ist ziemlich frustrierend und irgendwie auch
etwas respektlos. (Oder gehört es zum guten Ton,
einzelne Diskussionsteilnehmer nicht zu
beachten?)

deine beiträge reizen mich kaum zum widerspruch, das ist sicher ein grund, dass ich mich weniger auf deine sachen melde. zudem habe ich eben diesen beitrag z.b. gestern übersehen, obwohl ich noch nach einem suchte, weil die zählmaschine noch einen auswies. heute erst sehe ich ihn auf dem bildschirm. technik oder demens. aber von nichtwahrnehmen kann keine rede sein, mensch!

Und zwar präventiv. Ich glaube, kein
ernstzunehmendes Gericht würde die Aussage "Er
hätte mich später ganz sicher getötet, wenn ich
ihn nicht vorher getötet hätte!" akzeptieren und
den Fall als Notwehr werten.

auch hier kein direkter widerspruch. höchstens eine ergänzung: ich mache die erfahrung, dass in der justiz dinge offenbar hinter verschlossenen türen ausbaldowert werden. dass es (nicht eingestandene) quoten gibt, willkür usw. wer da genau mit wem verbandelt ist, bleibt mir nebulös. ein kleines beispiel aus meiner 'praxis': wir haben in der ch die 'gewissensprüfung' für militärverweigerer, und zwar mindestens seit 80 jahren. ab 1997 wird diese prüfung von einer zivildienstkommission durchgeführt, vorher waren es ausschliesslich militärgerichte. die rigorosität des gesetzes ist sich gleichgeblieben, aber es werden heute deutlich mehr leute als 'gewissensverweigerer' anerkannt. über jahrzehnte liess mal, immer auf zwei, drei prozentpunkte genau, einen drittel als 'gewissenstäter' zu vor den gerichten. dann gabs 92/93 eine gesetzesänderung, die nicht die definition des gewissens, sondern bloss die vollstreckung der urteile betraf (es wurden immer alle verurteilt, ob gewissen oder nicht; gab nur etwas mehr oder weniger knast); über nacht erhöhte sich die quote auf zwei drittel der verweigerer, die als 'gewissenstäter' eingestuft wurden. also irgendwelche leute mischeln da im hintergrund kräftig die karten! und darum und aus andern erfahrungen heraus würde ich nicht genau das sagen wie du:

Ich glaube, kein

ernstzunehmendes Gericht würde die Aussage "Er
hätte mich später ganz sicher getötet, wenn ich
ihn nicht vorher getötet hätte!" akzeptieren

ich kann der justiz ihr 'streben nach gerechtigkeit' einfach nicht abkaufen. insofern würde ich persönlich das wörtchen 'ernstzunehmend' nicht im munde führen.

dies schreibe ich, um dir zu zeigen, dass ich mich schon mit deinen texten auseinandersetze, allerdings mir etwas beckmesserisch vorkomme, wenn ich so wie gerade gezeigt an deinem zeug rumflicke. denn ich bin natürlich mit deinem statement schon einverstanden.

Bleibt fraglich, ob die Verantwortlichen (Bush und
seine Führungsriege) das tatsächlich denken.
Vielleicht sollte Junior auch nur vollenden, was
sein Vater im Golfkrieg nicht geschafft hat.

die mächtigen drehen sich immer alles zurecht, bis es den dummen einleuchtet. was sich z.b. die grünen an argumenten in deutschland geleistet haben, als es darum ging, nach afghanistan zu ziehen…. das hörte sich an, als ob das abendland unterginge, wenn man nicht hier DIESE EINE AUSNAHME machte und in den krieg zöge…als pazifist, selbstredend immer noch. und wie viele habens nachgeplappert! die amerikanische obermafia (regierung) gibt seit langem unverfroren zu, dass sie ein recht habe aufs erdöl in der nahostregion und anderswo (afghanistan). es würde sonst ihre wirtschaft zusammenbrechen. das finde ich auch so ein dolles ding! durchaus eine nazi-ideologie, allerdings war diese mentalität schon vorher da.

Die Versklavung der Afrikaner ist tatsächlich dem

damaligen amerikanischen "Regime" zuzuschreiben -
die Ausrottung der Indianer hat allerdings schon
vor der Unabhängigkeit begonnen und ist so
zumindest in der Anfangszeit auf jeden Fall auf
die weißen Siedler und die englische
Kolonialmacht zurückzuführen. Die Engländer sind
auch für die Ausrottung sämtlicher Tasmanen und
die rigorose Unterdrückung der australischen
Ureinwohner verantwortlich. (Keine einigermaßen
mächtige Kolonialmacht hat sich unter
humanistischen Gesichtspunkten auch nur
akzeptabel verhalten.)

ich finde es einen marginalen unterschied….die mentalität, die dazu führte, die indianer auszurotten, herrscht noch immer. der staat hat seither seinen namen gewechselt, nichts weiter. es ging in amerika seit der kolonisation immer so zu und her. sehr europäisch. und christlich. ('das neue israel', 'die letzte hoffnung der menschheit' - formeln, die schon während der kolonisation galten und selbst heute noch gebraucht werden von amerikanischen präsidenten). ob abmurksung unter englischer, spanischer, niederländischer oder andern flaggen, auch der amerikanischen, der deutschen auch - stets zum heil, zum segen, zur erlösung, christliche hilfsmassnahmen sozusagen, friedenssicherung und all der kram. da steht doch keiner hinter dem andern zurück.

Wenn ich hier auch einmal wahrgenommen werde,
könnte es vielleicht so weit kommen.

na, dann verrat mir doch endlich, wie du ethik definierst!

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Schweizer Armee (mrw)


Am 21.04.2004 09:45 schrieb mrw:

Am 2004-04-20 14:20:13 schrieb daniel:
ich mache die erfahrung, dass in
der justiz dinge offenbar hinter verschlossenen
türen ausbaldowert werden. dass es (nicht
eingestandene) quoten gibt, willkür usw. wer da
genau mit wem verbandelt ist, bleibt mir nebulös.
ein kleines beispiel aus meiner 'praxis': wir
haben in der ch die 'gewissensprüfung' für
militärverweigerer, und zwar mindestens seit 80
jahren. ab 1997 wird diese prüfung von einer
zivildienstkommission durchgeführt, vorher waren
es ausschliesslich militärgerichte. die
rigorosität des gesetzes ist sich
gleichgeblieben, aber es werden heute deutlich
mehr leute als 'gewissensverweigerer' anerkannt.
über jahrzehnte liess mal, immer auf zwei, drei

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Re: Re: Re: Re: Re: Qualität der Ethik Re: Re: Re: Was ist Ethik [ Re: Re: Ist Logik denn die letzte Wahrheit? ] (Pegasos)


Am 21.04.2004 19:45 schrieb Pegasos:

aber von
nichtwahrnehmen kann keine rede sein, mensch!

Schon gut, schon gut. Es ist nur so, dass der Typ mit dem "Wie viele Kilometer hat eine Sekunde?" mich ziemlich offensichtlich ignoriert hat - warum auch immer. Ich habe vielleicht ein wenig überreagiert - Entschuldigung.

was sich z.b. die
grünen an argumenten in deutschland geleistet
haben, als es darum ging, nach afghanistan zu
ziehen….

Die Grünen kann man nun auch wirklich nicht mehr als Pazifisten und Umweltschützer ernst nehmen. Seit ihrer Gründung ist viel Zeit vergangen und seitdem sind die ehemaligen Idealisten entweder abgesprungen oder mit der Zeit und der wachsenden Macht korrumpiert worden. (Was ist Joschka Fischer denn bitte für ein Aushängeschild?!) Vor allem in der rot-grünen Bundesregierung neben der SPD haben sich die Grünen immer mehr als "Fähnchen im Wind"-Partei hervorgetan, die viel zu erpicht darauf ist, an der Regierung zu bleiben, als dass sie wirklich etwas bewirken wollte.

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