Atheismus in der Schweiz
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Re: Re: Re: Re: Re: Qualität der Ethik Re: Re: Re: Was ist Ethik [Re: Re: Ist Logik denn die letzte Wahrheit?] (Pegasos)

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Diskussionsbeitrag:

Am 21.04.2004 19:45 schrieb Pegasos:

aber von
nichtwahrnehmen kann keine rede sein, mensch!

Schon gut, schon gut. Es ist nur so, dass der Typ mit dem "Wie viele Kilometer hat eine Sekunde?" mich ziemlich offensichtlich ignoriert hat - warum auch immer. Ich habe vielleicht ein wenig überreagiert - Entschuldigung.

was sich z.b. die
grünen an argumenten in deutschland geleistet
haben, als es darum ging, nach afghanistan zu
ziehen….

Die Grünen kann man nun auch wirklich nicht mehr als Pazifisten und Umweltschützer ernst nehmen. Seit ihrer Gründung ist viel Zeit vergangen und seitdem sind die ehemaligen Idealisten entweder abgesprungen oder mit der Zeit und der wachsenden Macht korrumpiert worden. (Was ist Joschka Fischer denn bitte für ein Aushängeschild?!) Vor allem in der rot-grünen Bundesregierung neben der SPD haben sich die Grünen immer mehr als "Fähnchen im Wind"-Partei hervorgetan, die viel zu erpicht darauf ist, an der Regierung zu bleiben, als dass sie wirklich etwas bewirken wollte.

ich finde es einen marginalen unterschied….die
mentalität, die dazu führte, die indianer
auszurotten, herrscht noch immer. der staat hat
seither seinen namen gewechselt, nichts weiter.
es ging in amerika seit der kolonisation immer so
zu und her. sehr europäisch. und christlich.
('das neue israel', 'die letzte hoffnung der
menschheit' - formeln, die schon während der
kolonisation galten und selbst heute noch
gebraucht werden von amerikanischen präsidenten).
ob abmurksung unter englischer, spanischer,
niederländischer oder andern flaggen, auch der
amerikanischen, der deutschen auch - stets zum
heil, zum segen, zur erlösung, christliche
hilfsmassnahmen sozusagen, friedenssicherung und
all der kram. da steht doch keiner hinter dem
andern zurück.

Unsere Zivilisation hat sich als extrem schädlich für alle anderen Zivilisationen der Erde erwiesen. Wenn sie die andere nicht aktiv (und mehr oder weniger gewaltsam) auszulöschen oder zu assimilieren versucht, schadet oft ihre bloße Anwesenheit in der Nähe der anderen Zivilisation, um diese nach und nach aufzulösen. Die hohe Entwicklung unserer von Christen dominierten Gesellschaft hat sie nicht nur mächtig, sondern auch die Menschen, die in ihr leben überheblich gemacht.

na, dann verrat mir doch endlich, wie du ethik
definierst!

Wie bereits festgestellt, ist das keine einfache Frage. Ich kann nicht wirklich festmachen, worauf ich meine Wertvorstellungen zurückführe. (Das Christentum ist es schon einmal nicht.)

Ich bin in einer Art erzogen worden, die man wohl als "liberal" bezeichnen würde (und atheistisch). Große Teile meiner moralischen und ethischen Vorstellungen habe ich wohl von meinen Eltern (insbesondere von meiner Mutter) übernommen. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit meine Ansichten weiterentwickelt und verändert. (Während meine Mutter z.B. einige Vorurteile über Südeuropäer oder Araber hat, versuche ich so weit wie möglich, anderen Volksgruppen, Religionen, u.Ä. gegenüber neutral zu bleiben.)

Ich bin Pazifistin und bin letztes Jahr - nach nur wenigen Monaten - bei den Jungen Liberalen (Jugendorganisation der FDP) ausgetreten - aufgrund der Haltung der Mutterpartei gegenüber dem Krieg im Irak. Man hat ja gesehen, wie intelligent die Waffen der Amerikaner wirklich waren und wie viele Zivilisten sie in Wirklichkeit erwischt haben. Kriege werden immer auf dem Rücken der Zivilbevölkerung ausgetragen. Berufssoldaten wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie sich verpflichten - der Rest der Bevölkerung wird auch gar nicht erst gefragt.

Konflikte sollten immer direkt zwischen denen ausgetragen werden, die sie verursacht haben und niemanden sonst beeinträchtigen.

Haut-, Haar- und Augenfarben sind nichts weiter als unterschiedliche Entwicklungen in der Evolution und haben nicht einmal unbedingt eine Funktion. Nationalitäten sind aufgrund der willkürlichen Festlegung der Grenzen ebenfalls willkürlich. Großer Nationalstolz ist unangebracht, denn auf die Nationalität, die man mit der Geburt bekommt, hat man keinen Einfluss. (So ist ja auch jeder amerikanischer Staatsbürger, der auf amerikanischem Boden geboren wurde. Ich bin Deutsche, weil meine Eltern deutsch sind - nicht mehr und nicht weniger.)

Ich weiß nicht genau, ob ich deine Frage damit beantwortet habe.

Pegasos

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