Atheismus in der Schweiz
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Qualität der Ethik Re: Re: Re: Was ist Ethik [Re: Re: Ist Logik denn die letzte Wahrheit?] (daniel)

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Diskussionsbeitrag:

Am 22.04.2004 01:09 schrieb daniel:


Schon gut, schon gut. Es ist nur so, dass der Typ
mit dem "Wie viele Kilometer hat eine Sekunde?"
mich ziemlich offensichtlich ignoriert hat -
warum auch immer.

er hat sich über meine antwort aufgeregt, mit einem gewissen recht. ich war technisch und darüber, was dieses forum hier soll und was nicht, noch nicht ganz auf der höhe. dann habe ich noch einmal zurückgeschrieben und die hoffnung geäussert, es möge sich eine spannende diskussion entfachen, oder so ähnlich. daraufhin hat er nichts mehr geschrieben, bislang nie mehr. er hat sich gewiss über mich sehr geärgert und damit anderes nicht mehr aufnehmen können (was ihn vielleicht auch geärgert hat - aber schwamm drüber, ich mags jetzt nicht zurückverfolgen).

Ich habe vielleicht ein wenig

überreagiert - Entschuldigung.

schwamm drüber! (und entschuldigen musst du dich sowieso nicht)

Vor

allem in der rot-grünen Bundesregierung neben der
SPD haben sich die Grünen immer mehr als
"Fähnchen im Wind"-Partei hervorgetan, die viel
zu erpicht darauf ist, an der Regierung zu
bleiben, als dass sie wirklich etwas bewirken
wollte.

ich nehms auch so wahr. ich nehms aber auch hierzulande ähnlich wahr, mit den hiesigen parteien und gruppierungen auf der sog. linken. ich stelle mir schon die frage, ob diese wende zum schlechten, wenn eine solche gruppierung mal mit an die macht kommt, nicht nur eine täuschung ist. zwei dinge fallen mir dazu ein: ein früherer schulkollege, wir gingen ins gymnasium, der unbedingt damals eine politkarriere einschlagen wollte und mir sagte: am liebsten, von meiner weltanschauung her, würde ich den sozialdemokraten beitreten, dort gehörte ich eigentlich hin. aber in unserm kanton (bern) ist das nicht die grösste partei, das ist die svp (etwa: csu); ich trete dort bei, da kann ich mehr erreichen. und das zweite beispiel, ein denkwürdiges für mich: als vor ca. drei jahren hier darüber abgestimmt wurde, ob das schweizervolk die armee noch wolle oder ob man sie abschaffen solle, hat der bundesrat, also die eidg. regierung, in der abstimmungsvorlage geschrieben, wörtlich zitiert: "politik, die sich zum ziel setzt, die welt zu verändern, ist gefährlich und illusionär." ich stelle mir also die frage, ob nicht ein politiker, von sehr, sehr wenigen ausnahmen abgesehen vielleicht, aus ganz andern gründen antritt, als um etwas zu 'verbessern'. ich beobachte, ein bisschen beruflich bedingt, auch die entwicklung in der ch-'friedens'- und linken szene. ich zweifle sehr an beiden. könnte mich jedenfalls keiner gruppe oder partei anschliessen.

Die hohe

Entwicklung unserer von Christen dominierten
Gesellschaft hat sie nicht nur mächtig, sondern
auch die Menschen, die in ihr leben überheblich
gemacht.

unmessbar die schädlichen auswirkungen des christentums auf unser soziales leben, unsere geistige entwicklung, erziehung, (ein)bildung; die konsequenzen dieser tyrannei: heuchlertum, angst, verlogenheit. wenn ich ein möglichst umfassendes wort dieser gesinnungsdiktatur, die uns beherrscht, dafür nehmen will: christentum (und seine folgen). aber auch: christentum ist nur eine frase, nur eine chiffre. das hat, spätestens seit christen an der macht waren, nur dazu gedient, macht auszuüben, sklaven zu züchten, untertanen zu halten, knechtschaft, leibeigenschaft herzustellen, reichtum und glorie für die mächtigen selbst. war nie ethisch oder moralisch gemeint, das war immer nur ein deckmäntelchen.

Ich bin in einer Art erzogen worden, die man wohl

als "liberal" bezeichnen würde (und atheistisch).
Große Teile meiner moralischen und ethischen
Vorstellungen habe ich wohl von meinen Eltern
(insbesondere von meiner Mutter) übernommen.

ich bin sehr autoritär erzogen worden. die maxime hat gelautet: die leute sollen mit mir zufrieden sein, man wolle sich nicht meinetwegen schämen müssen. gehorsam war das a und o, zuhause, in der schule. heute habe ich aber zu meiner mutter einen guten kontakt, im gegensatz zu früher, als ich kind war. sie hat an christentum und andere dinge nie wirklich geglaubt, hat das aber aus angst, was aus uns (meinem bruder und mir) dann werde, nicht gesagt. heute blüht das alte mädchen diesbezüglich richtig auf, und ich wundere mich, wie ähnlich sie mir ist :) (aber gerade diese ihre frühere angst: folge autoritärer massnahmen, die an ihr verübt wurden, folgen christlicher scheinheiligkeit auch, fast hätte das zum bruch zwischen uns geführt, hatte es eigentlich auch, aber wir haben endlich zusammengefunden. wieviel leid hätte nicht sein müssen!)

Kriege werden immer

auf dem Rücken der Zivilbevölkerung ausgetragen.
Berufssoldaten wissen, worauf sie sich einlassen,
wenn sie sich verpflichten - der Rest der
Bevölkerung wird auch gar nicht erst gefragt.

darauf läufts wohl hinaus, dass wir so in angst und schrecken versetzt werden, dass wir uns sowieso nicht mehr auflehnen und also auch nicht noch extra gefragt werden müssen.

Großer Nationalstolz ist

unangebracht, denn auf die Nationalität, die man
mit der Geburt bekommt, hat man keinen Einfluss.

ich finde sogar, kleiner nationalstolz sei ebenso unangebracht. es gibt zwei, drei dinge, auf die ich ein wenig stolz bin, wohl eitlerweise, aber immerhin hat es damit zu tun, dass ich mich überwunden und durchgerungen habe. ich bin auf wenig stolz, aber ich habe den eindruck, ich sei wohl ein stolzer mensch, im sinne nämlich, dass ich mich nicht manipulieren und vor den karren spannen lassen will. da bin ich sehr sensibel…. :)

Ich weiß nicht genau, ob ich deine Frage damit

beantwortet habe.

weiss es auch nicht so genau. weiss nicht einmal, ob ich mir selbst schon wirklich habe fragen beantworten können. immer tauchen statt antworten neue auf. ein weites meer tut sich auf. aber genau weiss ich, dass ich gutfinde, was du geschrieben hast. okay, am nationalstolz hab ich rumgekrittelt, aber sonst….

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