Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Die Standardantwort Re: Re: Erdbeben (Pegasos)

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Diskussionsbeitrag:

Am 27.02.2004 18:26 schrieb Pegasos:

Auch Einzelfälle, in denen ein besonders frommer
und gläubiger Christ "wie durch ein Wunder"
unverletzt gerettet wird sind unbedeutend. Auf
jeden "wie durch ein Wunder" geretteten
Christen kommen etliche "wie durch ein Wunder"
gerettete Nichtchristen, Ketzer und Sünder.

Es kommt ja auch manchmal vor, dass jemand, der krank oder schwer verletzt war und eine geringe Überlebenschance hatte, sich dann doch wieder erholt. Dann kommen immer wieder Angehörige dieser Person und behaupten, das sei geschehen, weil sie für ihn oder sie gebetet hätten. Ich frage mich dann immer, wie viele solcher "Wunder" auf die Fälle kommen, bei denen die Angehörigen auch gebetet haben, die dann aber nicht durchgekommen sind - oder bei wie vielen solcher unerwarteten Genesungen niemand gebetet hat. (Merke: Auch eine Heilungschance von nur 5% ist nicht Null.)

Die
Wahrscheinlichkeit einer Rettung nimmt zwar ab,
je länger das Ereignis zurück liegt, sie wird
aber nicht Null.

Nun, faktisch liegt die Wahrscheinlichkeit nach einer gewissen Zeit wirklich bei Null - niemand kann wirklich unbegrenzte Zeit unter einem Trümmer- und Schutthaufen überleben. Aber es stimmt schon: Den meisten Menschen ist offenbar nicht klar, dass unwahrscheinlich nicht das gleiche ist wie unmöglich. Wahrscheinlichkeitsrechnung ist nicht jedermanns Sache.

Ob er fromm geworden wäre, kann
nach christlicher "Logik" Gott trotz seiner
angeblichen Allwissenheit nicht wissen, wegen des
freien Willes der Menschen (auch so ein typisch
christlicher Widerspruch: Die Unverträglichkeit
von freiem Willen und Allwissenheit).

Das blöde dabei ist nur, dass man diesen Widerspruch den meisten Christen nicht klar machen kann. Ich hab es einmal versucht und es war als rede ich gegen eine Wand.

Oder ein
Atheist stirbt, bevor er zum Christentum
konvertieren konnte. Nach christlicher Logik ist
so etwas unverzeihlich schlimm.

Dieses Halbjahr ist das Thema bei uns in Religion "Himmel, Hölle, Fegefeuer" - perfekt, um meine Lehrerin mit Fragen nach dem Leben nach dem Tod zu ärgern. Sofern sie sich ärgern lässt - ich werde es auf jeden Fall versuchen.

Pegasos

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Re: Die Standardantwort Re: Re: Erdbeben (mrw)


Am 27.02.2004 21:50 schrieb mrw:

Am 2004-02-27 18:26:13 schrieb Pegasos:
Es kommt ja auch manchmal vor, dass jemand, der
krank oder schwer verletzt war und eine geringe
Überlebenschance hatte, sich dann doch wieder
erholt. Dann kommen immer wieder Angehörige
dieser Person und behaupten, das sei geschehen,
weil sie für ihn oder sie gebetet hätten. Ich
frage mich dann immer, wie viele solcher
"Wunder" auf die Fälle kommen, bei denen die
Angehörigen auch gebetet haben, die dann aber
nicht durchgekommen sind - oder bei wie vielen
solcher unerwarteten Genesungen niemand gebetet
hat. (Merke: Auch eine Heilungschance von nur 5%
ist nicht Null.)

Pech für Dich und Deine Ansicht, dass nach wissenschaftlicher Untersuchung beten durchaus

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