Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Vergangenheitsbewältigung und Juden-Christen Re: Re: Lobby (Pegasos)

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Diskussionsbeitrag:

Am 11.12.2003 16:03 schrieb Pegasos:

Ich wundere mich ohnehin, dass in Deutschland die
aktuelle Generation nicht aufbegehrt. Irgendwann
muss man mit der Vergangenheit abschliessen, ohne
sie zu vergessen.

Das finde ich auch, aber die ältere Generation (damit meine ich die Altersgruppe, die in der Bundespolitik am meisten vertreten ist) hat eine vollkommen andere Einstellung. Überhaupt scheinen die USA Deutschland noch mehr zu beeinflussen als man das vielleicht wahrhaben will - überhaupt auf die Weltgemeinschaft. Warum durften sich die Vereinigten Staaten denn ohne Konsequenzen über eine eindeutige UN-Resolution hinwegsetzen und einen Krieg mit dem Irak anfangen?! Fakt ist: Sobald jemand hier in Deutschland auch nur versucht, Kritik an Israel und der israelischen Innenpolitik zu üben, hat er einen Haufen politisch korrekter "politisch Engagierter" am Hals, die ihn als Antisemit bezeichnen. Der inzwischen verstorbene FDP-Spitzenpolitiker Jürgen Möllemann hat das vor der letzten Bundestagswahl versucht und genau dieses Resultat erziehlt.

Wir Schweizer verklagen auch
nicht Frankreich wegen Napoleons Feldzügen…

Besonders dämlich finde ich es übrigens, dass die meisten Verfahren über Schadenersatz für den Holocaust jetzt laufen. Jetzt ist es schon so spät, dass die meisten von denen, die ein KZ überlebt haben, inzwischen aus anderer Ursache gestorben sind! (Und es ist doch bestimmt nicht "sozial gerecht", ihren Nachkommen, die gar keinen Schaden davongetragen haben, nun eine Entschädigung zu zahlen.)

Ganz pervers ist es aber, wenn sich die Israeli
immer mit dem dämlichen "Antisemitismus"
Argument vor Kritik an ihren Verbrechen gegen das
palestinesische Volk schützen wollen. Das
Hauptproblem ist, dass die Gründung des Staates
Israel auf einem Verbrechen beruht, begangen an
den einheimischen Arabern durch die europäischen
Invasoren, die ihr "Judenproblem" endgültig
lösen wollten.

Wenn man mal darüber nachdenkt, warum die Juden überhaupt dort angesiedelt wurden, kann man als Atheist nur den Kopf schütteln. Die aus Deutschland und den anderen von den Nazis besetzten Ländern mussten irgendwo hin und das Alte Testament bot eine sehr schöne Lösung: Kanaan - das gelobte Land. Dass dieser Landstrich bereits bewohnt war, war egal - schließlich hatte Gott (bzw. Jahwe) dem jüdischen Volk dieses Land versprochen! Die Palestinenser waren zuerst da. Das ist es, was die Politiker aller Nationen, die den Juden ein "neues Zuhause" geben wollten (also vor allem die der USA), interessieren sollte: Die Juden hatten nie ein Anrecht auf dieses Land! Offenbarungen, die sich auf eine oder zwei Religionen beschränken, dürfen einfach keinen Einfluss auf die Weltpolitik haben - vor allem, wenn dadurch Menschen zu Schaden kommen, die mit diesen Religionen nichts zu tun haben. Und anstatt sich in eine andere Kultur einzufügen, wie sie es Jahrhunderte lang bereits getan haben, besitzen die Juden nun einen "eigenen" Staat und unterdrücken dessen rechtmäßige Bewohner!

Ich frage mich, ob ich noch erlebe, wie im Nahen Osten Frieden herrscht und man als Deutscher wieder Kritik an Juden üben darf. Obwohl ich erst 17 bin und demnach eigentlich noch recht lange zu leben haben sollte, bin ich mir da nicht so sicher - vor allem nicht bei Ersterem. (Vielleicht geht es ja so lange, bis die religiösen Fanatiker sich alle gegenseitig umgebracht haben …)

Pegasos

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Re: Vergangenheitsbewältigung und Juden-Christen Re: Re: Lobby (mrw)


Am 11.12.2003 18:50 schrieb mrw:

Am 2003-12-11 16:03:10 schrieb Pegasos:
Ich frage mich, ob ich noch erlebe, wie im Nahen
Osten Frieden herrscht

Wie lange streiten sich die Katholiken und Protestanten schon in Nordirland? Seit sechzehnhundertirgendwas, seit die Engländer einmarschiert sind!

Gäbe es diese dämlichen Konfessionen nicht, hätten sich die beiden Bevölkerungsschichten schon lange vermischt und die Sache wäre erledigt! Aber nein, ein Katholik darf ja keinen Protestanten heiraten und umgekehrt…

(Vielleicht geht es ja so lange, bis die
religiösen Fanatiker sich alle gegenseitig
umgebracht haben …)

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