Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Re: Unendlichkeit, Matrix und andere Theorien (Re: Objektive Wissenschaft) (david)

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Diskussionsbeitrag:

Am 22.12.2003 16:35 schrieb david:

Am 2003-07-24 13:03:55 schrieb mrw: >
Am 2003-07-23 23:31:27 schrieb David: >
Am 2003-07-23 12:59:19 schrieb mrw: >
Am 2003-07-22 21:32:56 schrieb David:

Warum unwahrscheinlich? Nur weil der Mensch nicht
in der Lage ist, dies nachvollziehen zu können?
Sorry, das ist kein Argument


Gäbe es einen Gott, wäre es seine Pflicht, uns in
die Lage zu versetzen, dies nachvollziehen zu
können. Zumindest dann, wenn er von uns etwas
will (Verehrung, Anbetung, …)

Und nochmals diese Frage: Wer will Ihm diese Pflicht auferlegen? Wir müssen überhaupt nichts, er kommt auf uns zu und stellt sich als unser Freund zur Verfügung! Was muss er denn dazu? Ist es nicht überheblich, dann noch etwas von Ihm zu fordern?

Warum sollte ein Gott ein solches
Täuschungsmanöver veranstalten?

Warum Täuschungsmanöver? Gott schafft etwas mit dessen ganzen Geschichte - diese Möglichkeit hat er. Mit der Erschaffung von etwas erschafft er auch alles, was vor dessen Erschaffung hat geschehen müssen! Das heist, das Huhn das aus einem Ei schlüpft ist auch tatsächlich daraus geschlüpft und die Entwicklung dazu hätte auch tatsächlich in Rahmen der Evolution geschehen können.

  • > Versuch mal über den menschlichen Horizont und unser Verständnis für mögliches hinauszugehen!
Man kann im Prinzip nicht einmal den christlichen
Gott isoliert betrachten, sondern nur im
Zusammenhang mit der ganzen Religion und der
ganzen Bibel.

Da bin ich Deiner Meinung. Nur bedeutet dies eben nicht, dass Du ihn deshalb verstehst!

- Ein allmächtiger, allwissender Gott schafft eine
perfekte Welt

Hat er auch. Wenn der Mensch diese aber kaputt macht, dann kannst Du dies nicht Gott zum Vorwurf machen!

- Theodizee des Leids: Wenn ein allmächtiger, gütiger
Gott existiert, kann es daneben nichts Böses geben

Nicht wahr: Die Welt beweist Die das Gegenteil Deiner Aussage. Die Frage ist nur, was Gott damit macht. Er trennt sich davon. Das ist der Grund für die ganzen Opfer des alten Testamentes und Jesu Opfer im neuen Testament

- Ein allwissender Gott weiss auch (noch bevor er sie
geschaffen hat), welche Menschen wann "sündigen" werden,
er wundert sich nicht, wenn sie seine Anweisungen nicht
befolgen, da er das ja vorhergesehen hat

Von "wundern" ist nirgends die Rede. Gott hätte mit dem Menschen zwei Möglichkeiten gehabt: Eine Marionette, welche nur Seinem Willen gehorchen kann. Ist das ein gleichwertiger Partner, welchen Gott aber hat erschaffen wollen? Eine Person, zu der er eine Beziehung haben kann? Ein wenig langweilig nicht? Wäre fast, wie wenn niemand in diesem Forum anderer Meinung als Du wäre und es damit obsolet würde… Oder aber er schafft einen Menschen, welcher einen freien Willen hat, neugierig ist, sich deshalb auch entwickeln kann… Mit so einem Wesen hat mans nicht leicht, aber es kann eine Beziehung entstehen!

- Ein allmächtiger, allwissender Gott muss nie
korrigierend in sein Werk eingreifen (z.B. durch
Sindfluten oder durch die Entsendung eines "Erlösers")

Es geht nicht ums "müssen", sondern ums "wollen". Du schrenkst Gott in Deinen Gedanken einfach zu sehr ein!

Das heisst, der christliche Gottglaube bringt
nicht nur keine neue Erkenntnis, er
widerspricht sogar dem bereits bekannten. Daher
ist er schlicht und ergreifend falsch. Wenn Du
nun (was ich erwarte) versuchst, das
wegzudiskutieren, ist das schlicht und einfach
lächerlich. Das Problem mit den Gläubigen ist:
Der Wissenschafter akzeptiert zähneknirschend
eine Widerlegung, der Gläubige versucht sie
wegzudiskutieren oder zu verdrängen.

Du hast mir nach wie vor keine "Widerlegung" gegeben, sondern versuchst nur ein Denkmodell zu etablieren, welches ohne einen solchen Gott auskommen könnte, ohne diesen aber wirklich ausschliessen zu können… Deine Argumentation ist nämlich so lange sachlich und nicht von Deinen subjektiven Gedanken geleitet, wie es nicht um Gott geht. Dann beginnst Du aber zu interpretieren (auch die Wissenschaft), zu "glauben", anzunehmen und so weiter…

Du siehst also: *Es geht nicht ohne objektives
Kriterium!*

In meinen Augen ist kein von Menschen gegebenes Kriterium objektiv, da es immer einem beschränkten Menschen entspricht. Letztlich bleibt ein Argument immer eine Abmachung zwischen Menschen. Je mehr sich daran beteiligen, je mehr gesellschaftliches Gewicht erhält es, ohne aber deswegen jemals objektiver oder "wahrer" zu werden.

Unnötig kompliziert ist eine Theorie, wenn sie
etwas erklärt, das bereits erklärt ist, keine
weiteren Erklärungen hinzufügen kann, die vorher
nicht erklärt werden konnten und mehr Annahmen
treffen muss oder neue (unbewiesene) Elemente
einfügt ("Gott").

Nur ist die Welt aber noch lange nicht wissenschaftlich erklärt. Es sind lediglich einige Dinge erforscht, wobei sie jedoch der Bibel zum Beispiel nicht wiedersprechen. Da, wo sogenannte Widersprüche vorhanden sind, geht es aber bereits wieder um Interpretationen und nicht um Objektivität - sorry, hab' bis jetzt nichts anderes gefunden.

Sie schafft nur eine stabile Basis, auf
der der ganze Rest aufbauen kann. Die Religion
schafft nicht einmal das

Interessant, dass aber Religionen nie mehr Zulauf hatten als im Moment! Eine Jugend, welche wieder die Religion aufsucht, weil die Wissenschaft offensichtlich unsere innersten Fragen eben doch nicht beantworten kann…

  • > Weisst Du, Die Wissenschaft ist nicht ein Gegner, sondern die Ergänzung zur Religion - oder umgekehrt, spielt gar keine Rolle! Nur da, wo sie den Platz der Religion einnehmen soll, da wird sie versagen!
Dummheit ist halt leider menschlich. Warum hat
Dein Gott uns denn nicht gescheiter gemacht?!?

Warum nutzt der Mensch seine Erkenntnisse nicht einfach? Zudem hat Gott uns Menschen gescheiter gemacht, weil eigentlich wissen wir ja, worauf es ankäme - nur müssten wir dann verzichten - auf unseren Luxus und Wohlstand (zumindest einen Teil)…

Mal im Ernst: Alles in allem ist die Welt viel
besser geworden und sie verbessert sich weiter.

Ob die Welt so viel besser geworden ist, weiss ich nicht wirklich. Sicher für einige bequemer und etwas interessanter. Aber eben: Kriege, Hunger, Stress, kaputte Familien, und, und, und… Vor allem wir "erst-Weltler" sind aber auch enorm dekadent geworden: Erklär einem hungernden Afrikaner unsere Regale voll mit verschiedenen Tierfutter! Erklär einem Menschen aus einem Slum in Brasilien, warum wir so riesen Häuser/Wohnungen und noch zusätzlich zum Tel Ferienwohnungen haben! Geschweige die riesen Villen der Superreichen. Das Problem liegt aber nicht an der Wissenschaft an sich, sondern an den Menschen, welche einfach Egoisten sind!

> Früher wärst Du am faulen Zahn elendiglich verreckt. Nee, er wäre ausgefallen :-), und ich würde halt mit einem Zahn weniger in der Welt herum laufen…

Andere Frage: Warum hilft denn Dein Gott dem Dorf noch?

"noch"? Ich nehme an, Du meinst "nicht": Warum sollte er? Es hat so viele Menschen auf dieser Erde, welche die Möglichkeit hätten, diesem Dorf zu helfen - weshalb macht man Gott einen Vorwurf, wenn die Menschen Ihre Verantwortung nicht wahrnehmen? Du teilst ja die Meinung, dass es nur gemeinsam geht! Der Mensch hat Möglichkeiten, diese soll er doch mal wahrnehmen. Wo der Mensch nicht mehr weiterKANN, da lässt uns Gott nicht im Stich!

Der Wissenschaft wirfst Du ja genau das vor.

Zudem mache ich keine Vorwürfe der Wissenschaft, sondern den Menschen, welche mit den Resultaten der Wissenschaft gesegnet sind, aber sie nur für sich anwenden (Siehe auch oben)!

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Re: Re: Re: Unendlichkeit, Matrix und andere Theorien (Re: Objektive Wissenschaft) (Pegasos)


Am 23.12.2003 14:35 schrieb Pegasos:

Gäbe es einen Gott, wäre es seine Pflicht, uns in
die Lage zu versetzen, dies nachvollziehen zu
können. Zumindest dann, wenn er von uns etwas
will (Verehrung, Anbetung, …)

Und nochmals diese Frage: Wer will Ihm diese
Pflicht auferlegen?

Wenn dein Gott will, dass ich ihn verehre, muss er mir zeigen, dass es ihn wirklich gibt und dass er es wert ist, verehrt zu werden. Im Moment habe ich keinerlei Anhaltspunkte, ob es den christlichen Gott wirklich gibt. Die Existenz eines Gottes (wenn sie denn beweisbar wäre) müsste auch genauer differenziert werden, denn schließlich haben die meisten Religionen Götter.


er kommt auf uns zu und stellt sich als unser

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