Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Wie ist Gott? (Re: Gibt es Gott?) (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 24.07.2003 13:44 schrieb mrw:

Am 2003-07-23 23:47:54 schrieb David: >
Am 2003-07-23 14:12:19 schrieb mrw: >
Am 2003-07-22 22:11:22 schrieb David:

Wozu muss Gott unterstützt werden? Nur ein
überheblicher Mensch hat die Meinung, er könnte
Gott unterstützen. Ein Gott, der das nötig hätte,
wäre gar nicht Gott!

Dann ist er keiner, denn offenbar hat er es nötig: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben", etc. Der christliche Gott ist eitel, agressiv und herrschsüchtig. Wehe dem, der einen anderen Gott anbetet oder gar ihm den Gehorsam verweigert. Offenbar hat er diese Schmeicheleien nötig. Offenbar hat er es auch nötig, dass man für ihn missioniert.

Was heisst Gegenspieler?

Satan, Schaitan, der Teufel. Offenbar ist er ähnlich mächtig wie Gott, sonst hätte Gott ihn längst besiegt…

# Erkennen wir Gott nicht, ist er für uns
irrelevant, selbst wenn es ihn geben würde.

Dieser Gott definiert Dein ganzes Umfeld und er
hätte jederzeit die Möglichkeit dies nach seinem
Willen zu kontrollieren! Du hast seine Existenz
nicht unter Kontrolle

Wenn er das tun würde, könnten wir ihn daran erkennen.

Wenn Gott uns geschaffen hätte, so wäre einzig und
allein er Schuld daran, dass unser Wissen
(insbesondere über ihn) beschränkt ist. Selbst
das könnten wir ihm vorwerfen :-)

Und wenn? Was ist daran schlimm? Wo ist das
Problem? Eigentlich doch nur, dass uns Menschen
das nicht passt. Das ist aber unser Problem und
nicht seins

Es ist sein Problem, wenn er von uns 'was will (Gefolgschaft, Befolgen von Geboten, Gebete, …). Ansonsten kann es nicht nur ihm Wurst sein, sondern er uns auch.

Eine Denkweise, welche einen persönlichen Gott
explizit als inexistent erachtet, bis dieser
nachgewiesen werden könnte, dies ist eine recht
beschränkte Denkweise.


Falsch, sonst musst Du konsequenterweise auch an
kleine grüne Männchen, den Weihnachtsmann und
blaue Schwäne glauben. Jemanden, der zwar an Gott
glaubt, ob wohl er unbewiesen ist, solange seine
Nichtexistenz nicht bewiesen ist, im Gegenzug
aber nicht auch an kleine grüne Männchen (oder
blaue Schwäne) glaubt, obschon deren
Nichtexistenz genausowenig bewiesen ist, den kann
ich nicht ernstnehmen.

Lasse ich mal so stehen, da zumindest der Tei mit
den Ausserirdischen potentiell möglich ist. Wie
auch immer das biblisch erklärbar wäre ;-)

Klar ist es möglich, aber es braucht eben mehr, um aus einem "möglich" ein "sehr wahrscheinlich" zu machen. Und dann braucht es nochmals viel mehr, damit man sein Leben danach ausrichten würde.

Wie ich schon im Einleitungsbeitrag zu diesem Thema (Objektivität) gesagt habe: Je unwahrscheinlicher eine Theorie ist, desto mehr beweise müssen diejenigen, die die Theorie unterstützen vorlegen können. Kleine grüne Männchen sind schon recht unwahrscheinlich (zumindest in dieser konkreten Form: klein und grün), blaue Schwäne sind noch unwahrscheinlicher, aber ganz und gar absurd ist die Vorstellung von einem Gott. Daher verlange ich entsprechend gesichterte und objektive Beweise. Und das zu recht, es wäre ein Fehler, diese Beweise nicht zu fordern, sondern einfach irgendwem irgendwas zu glauben.

Ein Denkmodell:
Es gibt einen Gott, der alles gemacht hat, er
offenbart sich nur genau einmal, und nur genau
einem Menschen, und zwar nur so weit, dass dieser
weiss, dass es Gott gibt. Wer hat nun recht? Alle
7 Mia. Menschen, welche behaupten, es gibt keinen
Gott, oder dieser eine, der die Wahrheit kennt?


Dieser Gott ist für alle 7 Mia. Menschen
(inklusive dem einen) vollkommen irrelevant. Ob
es ihn gibt oder nicht, hat für die Menschheit
(ausser für den einen, aber auch nur einmal)
keinerlei Bedeutung.

Falsch! Dieser Gott beeinflusst die anderen
Menschen genauso, nur dass diese es nicht
begreifen

Wenn die Menschen das nicht bemerken, ist es für sie trotzdem irrelevant. Wenn die Beeinflussung allerdings tatsächlich existiert, ist sie auch wissenschaftlich nachweisbar.

Nur Gott könnte diese Frage, ob es ihn gibt oder
nicht, objektiv beantworten.

Und es wäre seine Plicht, das zu tun, so es ihn
denn gäbe!

Wer auferlegt ihm diese Pflicht? Du als sein von
ihm geschaffenes Wesen?

Mit welchem Interesse sollte er uns um Fragen streiten (und kriegen) lassen, die er einfach beantworten könnte? Das ist unsinnig und ich bin nicht bereit, Unsinn zu glauben.

Du hast immer noch nicht begriffen, was
"wissenschaftlich" bedeutet!
"Wissenschaftlich" wäre es, wenn jeder Dein
Erlebnis nachvollziehen könnte.

Die Wissenschaft ist genauso subjektiv, wie alles
andere, was Du empfindest. Es ist einfach eine
Subjektivität, die von mehreren Menschen (im
Übrigen auch von mir) geteilt wird.

Nicht "mehreren Menschen", sondern jeder. Und das unabhängig vom sozialen und kulturellen Hintergrund. Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied zu den Religionen und ihren Gotteserlebnissen, die deswegen subjektiv sind.

Bei alldem muss man sich noch fragen, wer bei den
heutigen Themen überhaupt noch nachkommt. Eh nur
eine verhältnismässig kleine Schar an Menschen.

Es ist egal, wieviele nachkommen. Wichtig ist, dass jeder Mensch (etwas Aufwand und ein normales Mass an Intelligenz vorausgesetzt) sich in jedes Thema einarbeiten kann, und dann eben nachkommt. Und das, ohne irgendetwas glauben zu müssen, was er nicht selbst nachprüfen kann (hohes Budget und bestimmte Instrumente vorausgesetzt).

Für die Massen gibt es populistische Vereinfachungen, die versuchen, Details wegzulassen und Erklärungen allgemeinverständlich zu verfassen. Leider führen diese vereinfachungen oft zu Missverständnissen, gerade wenn es um die Evolution geht.

Beweise einem Menschen ein schwarzes Loch -

Siehe, was ich zum Thema beweisen, verifizieren, falsifizieren, etc. geschrieben habe. Man leitet das schwarze Loch aus der Theorie ab, leitet daraus Vorhersagen ab und prüft diese nach. Bisher war das erfolgreich, also ist die Wahrscheinlichkeit der Existenz von schwarzen Löchern hoch. Hoch genug, um von praktisch allen Wissenschaftern als Tatsache akzeptiert zu werden. Wenn Du es widerlegen kannst, bitte, nur zu. Der Nobelpreis dürfte Dir sicher sein.

sorry, da sind wir wieder nahe an einer Religion
mit ein paar ausgewählten Gurus (Vorsicht
Provokation :-) ). Demzuvollge können nicht alle
Menschen sondern nur eine kleine Elite diese
wirklich nachvollziehen.

Nur dass jeder Guru Dir etwas anderes erzählt, während alle Wissenschafter weltweit (bis auf die aktuellen Streitfragen natürlich) Dir dasselbe erzählen. Vom afrikanischen zum chinesichen zum russischen zum amerikanischen Wissenschafter wirst Du dasselbe zu hören bekommen.

→ Ein hoher Physik-Professor könnte mir vollständigen
Mist verzapfen, ich wäre total seinen Ausführungen
ausgeliefert

Er würde von seinen Kollegen in der Luft zerrissen und wäre die längste Zeit Professor gewesen. Eben diese Selbstkontrolle ist das tolle an der Wissenschaft. Genau das fehlt den Religionen. Wenn in einer Kirche ein Priester etwas anderes erzählt und daher exkommuniziert wird, gründet er einfach eine neue Sekte.

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