Atheismus in der Schweiz
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Re: Re: Re: Warum Atheisten keine Angst haben (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 01.06.2005 13:36 schrieb mrw:

Am 2005-05-30 21:16:58 schrieb Regine:
Viel mehr, eigentlich weiß
ich,was nach dem Tod mit mir passiert: NICHTS.
Rein gar nichts.

Ich gebe zwar zu, dass ich es nicht weiss (wissen ist etwas für Religionen), aber ich gehe davon aus, dass Regine recht hat. Aber selbst wenn es nicht so wäre, kann es mir jetzt egal sein. Da ich ohnehin nicht sicher wissen kann, was nach meinem Tod sein wird, brauche ich mir keine Sorgen zu machen. Solange ich mein Leben so lebe, dass ich es vor mir selbst verantworten kann, brauche ich mich auch nicht davon zu scheuen, es vor einem "Gott" zu verantworten, zumal der biblische Gott ohnehin ein dämliches sadistisches Monster ist, der sich wenn schon vor mir verantworten müsste, wenn es ihn denn gäbe.

Ich finde, daran sieht man, dass die meisten
Menschen nicht damit zureckt kommen, dass sie
vergänglich sind. Sie suchen etwas, das
beständiger ist als sie selber.

Ja. Warum können sich viele nicht damit abfinden, dass alles, was einen Anfang hat, auch ein Ende hat? Es ist doch viel unlogischer anzuhnehmen, dass der Mensch zwar mal aus dem unbewussten Nichts, repektive einem Sperma und einer Eizelle entsteht, aber dann nimmer vergehen soll. Da ist die Idee der Wiedergeburt noch ein klein wenig konsistenter, auch wenn dort die plausible Erklärung fehlt, warum man sich an seine früheren Leben nicht mehr erinnern kann.

Seien wir ehrlich: Eigentlich hat unser Leben
keinen Sinn. Jedenfalls keinen, der bei allen
gleich ist.

Das Leben selbst ist der Sinn. Eigentlich ist das Sinn genug. Der Zweck ist die Vermehrung, die Verbreitung des eigenen Genoms. Wenigstens da hatte die Bibel recht ("seid fruchtbar und vermehrt Euch").

Ich meine, wenn jemand sagt, der Sinn
seines Lebens wäre Menschen zu helfen. Gut und
schön, ich habe Respekt vor menschen, die das
ihr ganzes Leben lang machen, aber im Grunde
zählt es nicht mehr,wenn wir sterben, denn es
gibt kein Amt, wo man nach dem Tod vorbeigeht und
eine Liste mit guten Taten abgibt, um in den
Himmel zu kommen.

Alles was man tut, tut man letztlich für sich selbst. Immerhin gibt es einem selbst eine bessere Befriedigung, wenn man helfen kann und von anderen geschätzt und bewundert wird, als wenn man Verbrechen begeht, geächtet und verfolgt wird. Das ist Motivation genug, ein "anständiges" Leben zu führen.

Gut ich werde
traurig sein, dass ich alle menschen, die ich
liebe verlassen muss, aber andererseits weiß
ich, dass ich, sobald ich tot bin, tot bin.

Wirst Du wohl nicht wirklich. Umgekehrt: Die anderen werden traurig sein, dass Du sie verlassen hast (nehmen ich mal an, hängt aber natürlich auch von Dir ab). Tot ist tot, da kümmert einem nichts mehr, es sei denn, vor dem Tod leide man noch unter den Versäumnissen, die man nun nicht mehr nachholen kann. Darum: Lebt Euer Leben im Hier und Jetzt! Das heisst nicht, dass man nicht für die Zukunft vorbeugen soll, aber man soll sich nicht zusehr auf die Zukunft fixieren. Wenn man Pech hat, ist schon morgen alles vorbei, also verschiebe nichts auf morgen.

Wir wissen alle,dass die Menschen irgendwann
ausgestorben sein werden, egal wann und warum,
irgendwann leben keine Menschen mehr auf der
Welt.

"Wissen" tun wir es nicht, aber wir nehmen es mal als sehr wahrscheinlich an.

Und dann?! was denkt, ihr gläubigen
Christen passiert dann?

Bei den Christen ist das anders: Sie werden von Jesus abgeholt und ins Himmelreich verfrachtet. Seit 2000 Jahren geschieht das "demnächst".

Jesus sagte gemäss Mathäus: "Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.", und gemäss Markus: "Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie sehen das Reich Gottes kommen mit Kraft.", bei Lukas: "Ich sage euch aber wahrlich: Einige von denen, die hier stehen, werden den Tod nicht schmecken, bis sie das Reich Gottes sehen." Kann es sein, dass die entsprechende Stelle bei Johannes fehlt? Ich finde sie nicht. Vielleicht wurde sie gestrichen, weil Johannes einige Zeit nach Jesus gelebt hat, und das Versprechen noch immer nicht erfüllt worden ist? Egal. Wie nennt man nochmals jemanden, der seine Versprechen nicht hält?

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