Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Re: Warum Atheisten keine Angst haben (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 07.10.2004 23:53 schrieb mrw:

Am 2004-10-07 02:49:55 schrieb ckrulez:
- Wir wissen, dass die Christen, wie alle Religionen, Angst benutzen, um andere zu kontrollieren.

Das einzige was Jesus getan hat, ist dass er für die Menschheit die Strafe auf sich genommen hat

Was für ein dämlicher Gott, der ums verrecken einen bestrafen will, und dem's egal ist, wenn's nicht mal der richtige ist, Hauptsache Strafe muss sein…

Das Menschenopfer von Jesus setzt die triefende Blutspur des alten Testaments im neuen folgerichtig fort.

Für diese Bestie von einem Gott kann's keine Vergebung geben, ohne dass einer verrecken muss dabei, und wenn's der eigene "Sohn" ist.

Wir Christen sollen Menschen durch Vorleben des
christlichen Glaubens zum Nachdenken anregen und
nicht durch Einschüchterung abschrecken.

Abschreckend ist nicht nur das Leben etlicher Christen, und die Taten der Kirchen, sondern insbesondere auch die Bibel.

- Es wäre verlogen, so zu tun, als würden wir an einen Gott
glauben, obschon wir wissen, wie absurd das ist!

Stimmt es ist absurd. Trotzdem glaube ich fest
daran und zwar ganz unverlogen. Das alle Christen
verlogen sind und nur an Gott glauben, weil sie
sich irgendwendwelche gesellschaftliche Vorteile
versprechen (das ist galub ich dein Vorwurf) ist
eine falsche Unterstellung.

Ich rede von uns Atheisten, nicht von Euch Christen. Wir können nicht an den biblischen Gott glauben, selbst wenn wir wollten, weil wir ihn als völlig absurd wahrnehmen. Würden wir sagen, wir "glaubten", um eine mögliche hypothetische Strafe abzuwenden, wären wir verlogen.

Re: …] nur widerspiegeln diese [Statements wie schon
erwähnt nicht den Charakter des Christentums.

Oh doch, das tun sie leider. Wieviele Menschen wurden schon im Namen des Christlichen Gottes umgebracht? Wenn man all die Opfer aus den Kreuzzügen, den Kolonialisierungen, den Missionierungen, den Hexenjagden, der Inquisition, den Konflikten wie in Nordirland, u.s.w. u.s.f. zusammenzählt, kommt man rasch zum Schluss, dass es sich beim Christentum wohl die grösste Massenvernichtungswaffe der Menschheitsgeschichte handelt!

Dazu kommt noch der bösartige, monströse und strafende Gott, der verschiedene Völkermorde auf dem Gewissen und zahlreiche Sädte vernichtet hat, zumindest laut der Bibel.

- Wenn es einen Gott gäbe, wäre er selber Schuld, wenn niemand an ihn glaubt, denn es wäre sein Pflicht, uns aufzuklären.

Das hat er mit der Bibel und der Schöpfung getan.

Schöpfung gibt's net (anders Thema, will ich nicht hier diskutieren) und die Bibel ist dermassen absurd, wenn man sie für wahr nimmt, dass sie ein sehr schlechtes Zeugnis für einen Gott abgäbe. Die Bibel wird nur dann verständlich, wenn man sie als historisches Dokument, als Geschichtssammlung des jüdischen Volkes, betrachtet. Dann macht alles Sinn, aber die "reine Wahrheit" steht mit absoluter Sicherheit nicht drin. Auch als "Zeugnis Gottes" taugt die Bibel nicht, sondern nur als Zeugnis für die Leichtgläubiggkeit und den Aberglauben der alten Juden.

Ausserdem ist selberschuld, wohl das falsche Wort,
er wäre schuld, dass der Mensch nicht zu ihm
findet.

Eben. Wenn er 'was von uns will, ist's seine Sache, sich so zu erkennen zu geben, dass es allen klar ist, schliesslich ist er der Allmächtige, Allwissende, nicht wir. Falls es ihn denn gäbe.

Meine Bitte an alle "eingeschüchterten;)" Atheisten:

Wir sind nicht eingeschüchtert. Aber diese Agressivität, die von allen vermeintlich "rechtgläubigen" ausgeht ist der Hauptgrund für uns, das Christentum (und andere Religionen) zu bekämpfen.

ignorieren und darauf hinweisen, dass das was sie
rauslassen im direkten Gegensatz zu dem steht,
was Jesus vorglebt hat!

Wenn es nur so wäre, aber Jesus ist sicher kein Vorbild:

http://www.nobeliefs.com/jesus.htm

Und weiter aus dem neuen Testament:

"Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals geängt und er ins Meer geworfen würde. Wenn dich aber deine Hand zum Abfall verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht" (Markus 9.42-9.43)

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Re: Re: Re: Warum Atheisten keine Angst haben (Dom)


Am 21.06.2005 20:25 schrieb Dom:

Wollte auch noch kurz meinen Senf los werden zu dem hier "Am 2003-02-22 08:58:59 schrieb claudia: Dass du keine Angst hast nehme ich dir einfach nicht ab. Wie kannst du sorglos leben, wenn du nicht weisst was nach dem Tod mit dir geschieht? Ich könnte das nicht. "

Im Gegenteil. Ich könnte nicht sorglos leben wenn ich mir ständig die Frage stellen würde "Oh, war das jetzt gut, oder gibt das Minuspunkte beim lieben Herrgott?". Als Atheist kann man tun und lassen was man will. Was ein möglicher "Gott" denkt, ist mir egal. Im Endeffekt sind wir nur ein "Arsch" im Raum der Zeit (hoppla, sorry für die jugendliche Ausdrucksweise) und das macht mir nichts aus. So geniesse ich mein Leben. Nichts ist schöner als das Leben, so kurz es sein mag. Ewiges Leben würde mir Angst machen.

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